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Unterstützung für selbstverwaltete Jugendclubs

In selbstverwalteten Jugendclubs können Jugendliche einiges über demokratisches Miteinander lernen. Bei Herausforderungen dieser Organisationsform bietet eine Workshopreihe für die Clubs Unterstützung.

Pinselstrich

Jugendclubs sind Anlaufstellen für junge Menschen. Neben solchen von kommunalen oder freien Trägern gibt es Clubs, die von Jugendlichen selbst verwaltet werden. Besonders in diesen können sie bei ihrer Freizeitgestaltung auch demokratische Kompetenzen erwerben: "Wie der Name sagt, steht das Selbst-Tun und Sich-Organisieren im Vordergrund und ist gleichzeitig auch die Herausforderung", so Andreas Wujanz vom Projekt "DES! demokratisch – engagiert – selbstverwaltet". Das betrifft sowohl Alltagsaufgaben wie Putzdienste als auch größere Vorhaben wie die Organisation von Veranstaltungen.

Workshops für den Club-Alltag

Um sie bei der Nutzung ihrer Freiräume zu unterstützen, hat das Projekt vier Workshops entwickelt, die selbstverwaltete Jugendclubs in Sachsen kostenlos buchen können: "Was bisher im Projekt deutlich wurde, ist, dass die jungen Menschen nicht immer auf offene Ohren mit ihren Anliegen in den Gemeinden stoßen oder sich mehr Unterstützung durch lokale Fachkräfte oder Politiker wünschen", erklärt Andreas Wujanz. Eine der Schulungen widmet sich deshalb der Frage, wie sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei Politik und Verwaltung Gehör verschaffen können.

Besonders gefragt ist auch der Workshop "Teamwork und Konfliktmanagement". Aufgrund der informellen Organisation selbstverwalteter Jugendclubs bereitet die Aufgabenteilung und -erledigung den Jugendlichen häufig Probleme. Die Schulung vermittelt ihnen einen Plan, um die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen, und sich erfolgreich als Team aufzustellen: "Teilweise gab es die Rückmeldung, dass nun Leute aktiv sind, von denen dies nicht in dem Umfang erwartet wurde. Das Miteinander funktioniert nun besser", so Wujanz.

Außerdem gibt es Unterstützung zu den Themen:

  • "Engagierten Nachwuchs finden und dauerhaft in die Clubarbeit einbinden"

  • "Mit problematischem Verhalten von Gästen umgehen"

Stärkung demokratischer Kompetenzen

Angeboten werden die Workshops in zwei Varianten, vor Ort oder online. Dabei werden die Schwerpunkte unterschiedlich gesetzt: Vor Ort wird an konkreten Anliegen des Jugendtreffs gearbeitet, nach den drei bis vier Stunden dauernden Workshops gibt es noch ein informelles Miteinander. In einem digitalen Workshop stehen Methoden- und Wissensvermittlung sowie die Anregung zu Austausch im Vordergrund.

Mit den Workshops gelingt es, die Teilnehmenden quasi nebenbei zu einer Auseinandersetzung mit demokratischen Prozessen zu bringen, wofür im Club-Alltag oft wenig Zeit bleibt. "Die Erfahrungen, die an diesen Orten gemacht werden, haben lebensweltliche Relevanz und vermitteln grundlegende Kompetenzen, die das Miteinander fördern", resümiert Andreas Wujanz. Durch die Workshops werden diese Orte gestärkt, zumal sie durch regelmäßige Erweiterungen den Herausforderungen angepasst werden.


Veröffentlicht im November 2023

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