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Gewusst wie – eine praxisorientierte Methodensammlung für erfolgreiche Jugendarbeit

Wie können sich Jugendliche politisch engagieren und beteiligen? Die Methodensammlung von "we decide" gibt Anregungen und Ideen.

Pinselstrich

Wie wird eine Straßenumfrage vorbereitet? Was benötigt eine gewinnbringende Fishbowl-Diskussion? Und überhaupt: Wie können Jugendliche mit den kommunalen Vertreterinnen und Vertretern ins Gespräch kommen? Dem Modellprojekt "we decide – Jugend mischt mit" ist es gelungen, all diese Aspekte knapp, präzise und übersichtlich in einer Methodensammlung vorzustellen.

Die Jugendarbeit steht vor der Herausforderung, junge Menschen für politisches Engagement zu gewinnen, ihnen die dafür nötige Methodik an die Hand zu geben und sie gleichzeitig möglichst zu einem erfolgreichen Abschluss ihres Anliegens zu führen. Ideen gibt es viele, auch Engagierte sind oft schnell gefunden. Doch wie können Probleme vor Ort sichtbar gemacht und mögliche Lösungsvorschläge fundiert und strukturiert aufbereitet werden?

Die 2019 veröffentlichte Methodensammlung von we decide möchte hierfür neue Impulse liefern. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Verknüpfung von analogen und digitalen Beteiligungsmöglichkeiten. Ob das diskussionsstarke und impulsreiche World-Café oder die stille Reflexion des Schreibgesprächs – auf jeweils einer Doppelseite werden abwechslungsreiche Methoden nach einer festgelegten Struktur vorgestellt. So ist zu erfahren, für welches Alter und welche Teilnehmendenzahl die Methodik besonders geeignet ist, wie sich der Ablauf gestaltet und worin das Ziel des Diskussionsformats besteht.

Veranstaltungsbild: Fünf Personen stehen um einen Tisch herum und notieren sich etwas.
Bild: Landesjugendring Niedersachsen e. V./ Janko Woltersmann

Gleichzeitig verweist die Broschüre auf nützliche Tools der ergänzenden Plattform www.wedecide.de. Die Jugendlichen erhalten dort die Möglichkeit, mit Hilfe von Maps, Maildiensten oder Kalender- und Notizfunktionen ihr Anliegen im digitalen Raum zu diskutieren und strukturieren. Damit lassen sich zum Beispiel Orte auf einer Karte markieren, die für Jugendliche im Wohngebiet von besonderer Bedeutung sind – sei es, weil sich junge Menschen dort gern aufhalten oder im Gegenteil, um aufzuzeigen, wo bislang kaum Treffpunkte für Jugendliche existieren. Diese Darstellungen können so auch als Grundlage für weitere vorgestellte Beteiligungsprozesse dienen: Sowohl für Straßenumfragen, Petitionen oder auch für Jugendsprechstunden können derartige Erhebungen die eigenen Anliegen illustrieren und professionalisieren.

Mehrere QR-Codes in der Broschüre informieren über zusätzliche Erklärvideos auf der Website und erzeugen auf diese Weise eine plastische und lebensnahe Anwendungswelt. Ob rein analog oder mit digitaler Unterstützung: Die Publikation zeigt, wie mit der passenden Methodik jugendliche Beteiligung gestärkt und gesellschaftliche und politische Entscheidungsprozesse erfolgreich vorangebracht werden können.