Museen bewahren nicht nur Objekte, sondern auch Geschichten – viele davon bleiben lange unsichtbar. Provenienzforschung ist ein maßgebliches Werkzeug, um die Geschichten freizulegen und zugänglich zu machen. Anhand konkreter Beispiele geht es um die Frage, wie Forschungsergebnisse in Ausstellungen und Vermittlungsangebote übersetzt und sichtbar werden können.
Über die Diskursreihe
An vier Themenabenden geben Expertinnen und Experten Einblicke in aktuelle Forschungs- und Praxisperspektiven. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Provenienzforschung und ihre Verbindungen zu Erinnerungskultur sowie historisch-politischer und kultureller Bildung: Welche Geschichten bleiben in Ausstellungen oft unsichtbar und wie können sie erzählt werden? Wie wirken sich aktuelle politische Entwicklungen auf Erinnerungskultur, Forschung und Museumsarbeit aus? Und was können die Debatten um NS-Raubkunst und koloniale Kontexte voneinander lernen?
Impulsvorträge und moderierte Gespräche eröffnen neue Perspektiven auf Provenienzforschung, Erinnerungskultur und Bildungsarbeit und laden dazu ein, aktuelle Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Die Diskursreihe findet im Rahmen des Projekts "Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten" statt und richtet sich an eine interessierte Öffentlichkeit.
Mehr über die Diskursreihe erfahren
Termine
26. August, 18 bis 20 Uhr im Haus Bastian
Was können Quellen (nicht)? – Wie wir NS-Raubgut heute erforschen und vermitteln
23. September, 18 bis 20 Uhr im Haus Bastian
Politische Bildung und Provenienzforschung unter kulturpolitischem Druck. Sachsen-Anhalt als Präzedenzfall für die Bundespolitik?
14. Oktober, 18 bis 20 Uhr im Haus Bastian
Unsichtbare Geschichten im Museum – Wie werden Geschichten sichtbar?
16. November, 18 bis 20 Uhr im Haus Bastian
Voneinander lernen und gemeinsam agieren: Provenienzforschung zu NS und Kolonialismus zusammendenken
Datum: 14.10.2026
Beginn: 18:00 Uhr Ende: 20:00 Uhr
Ort: Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung, Am Kupfergraben 10, 10117 Berlin
Barrierefreiheit: vollständig rollstuhlgeeignet
Anmeldung: online
Teilnahmebeitrag: kostenlos
Veranstaltet durch:
Staatliche Museen zu Berlin
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Bundesland
Berlin