Projekt

Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten

Ziel

Das Projekt "Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten" erinnert an die jüdischen Opfer des nationalsozialistischen Kunstraubs. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erweitern die Erinnerungsarbeit des Vorgängerprojekts und transferieren diese vom digitalen in den analogen Raum. Dafür entwickeln sie Inhalte für die Bildungs- und Demokratiearbeit in Museen.

Zielgruppe

Jugendliche und junge Erwachsene ab Jahrgangsstufe 9

Umsetzung

Auf der Projektwebseite www.kunst-raub-rueckgabe.de kommen in kurzen Filmen Nachfahren zu Wort, die die Bedeutung der Rückgaben aus ihrer persönlichen Erfahrung schildern. Diese jüdischen Lebensgeschichten dienen als Grundlage für verschiedene Formate der historisch-politischen Bildung und Demokratiearbeit, die sich an Jugendliche und junge Erwachsene richten. Im Zentrum stehen Austausch und Diskussion über jüdisches Leben in Deutschland und über Diskriminierung in ihren vielen Ausprägungen. In partizipativen und diskursiven Formaten wird das Unrecht, das an Jüdinnen und Juden verübt wurde, und das Entstehen von Antisemitismus verdeutlicht. Damit wollen die beteiligten Museen auch dem heutigen Erstarken von Antisemitismus und Rassismus entgegentreten. In Kooperation mit Akteurinnen und Akteuren der politischen Bildung und kleineren Museen in Städten und ländlichen Regionen Sachsens soll die bisherige Perspektive (Blick auf Kunstwerke von hohem künstlerischen und materiellen Wert) erweitert und der Fokus auf alltägliche Objekte gerichtet werden, die für ihre Besitzenden von ideellem oder praktischem Wert waren, wie etwa Alltagsgegenstände, die sich häufig in den Sammlungen kleinerer Museen in ländlichen Regionen befinden. 

Darüber hinaus soll ein Arbeitskreis "Provenienzforschung – Demokratiebildung" aus Akteurinnen und Akteuren der politischen Bildung sowie Kunst- und Kulturvermittelnden aufgebaut werden, die sich über Schulungsformate vernetzen und konkrete Formate in ihre eigenen Wirkungsfelder transferieren können.