Ziel
Das Projekt schafft erstmals ein umfassendes Angebot zu antisemitismuskritischer Bildung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mit Kindern im Grundschulalter arbeiten. Es entwickelt kindgerechte Materialien und pädagogische Konzepte sowie Fortbildungen speziell für diese Fachkräfte.
Zielgruppe
Kinder im Grundschulalter; Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
Umsetzung
Das Projekt entwickelt fünf pädagogische Module für die Arbeit zu Antisemitismus mit Kindern im Grundschulalter. Die Module bieten Anregungen für eine altersgerechte Auseinandersetzung mit Fragen nach Identität, Vorurteilen und Diskriminierung, sie vermitteln erste Erkenntnisse über Judenfeindschaft in der Geschichte, schaffen Problembewusstsein für aktuellen Antisemitismus und helfen bei der Einordnung von Aussagen zum Nahost-Konflikt.
Die Module verbinden digitale und analoge Zugänge. Sie umfassen interaktive und audiovisuelle Elemente wie digitale Comics, Animationsfilme, Marionettentheater und Hörspiele. Sie eröffnen grundlegende Einsichten in die Thematik und regen zu Empathie und Perspektivenübernahmen an. Das Jüdischsein wird dabei bewusst nicht auf die Religion reduziert, sondern unter anderem mithilfe des Kooperationspartners "Meet a Jew" in seiner Vielfalt und anhand der selbstbestimmten Perspektiven junger Juden und Jüdinnen veranschaulicht.
Für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mit Kindern arbeiten, entsteht eine eigene Webseite, auf der die pädagogischen Module inklusive didaktischer Handreichungen bereitgestellt werden. Dort finden sich auch Hintergrundinformationen im Text-, Audio- und Videoformat, die an die Bedürfnisse dieser Zielgruppe angepasst sind. Die Fachkräfte werden für Antisemitismus sensibilisiert, zur Reflexion eigener Einstellungen angeregt und erweitern ihre Kenntnisse. Begleitend bietet das Projekt Fortbildungen an und entwickelt Präsenz- und E-Learning-Formate.