Im Nationalsozialismus wurden Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze systematisch rassistisch verfolgt und ermordet. Lange wurde dieser Genozid (Romanes: Porajmos) in Deutschland nicht anerkannt. Das transgenerationale Trauma hat sich tief in das Leben der Minderheit eingeschrieben. Die fehlende Aufarbeitung des Porajmos durch die Dominanzgesellschaft erhält bis heute die rassistischen Stereotype aufrecht und reproduziert fortlaufend strukturelle und gesellschaftliche Diskriminierung. Doch schon immer hat es Widerstand und Empowerment aus der Community gegeben – auch heute. Das Erkämpfen der Mitbestimmung des gesamtgesellschaftlichen Erinnerns, der Hoheit über die eigenen Identitäten und der Selbstbestimmung von Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze prägt die Biografien der Community.
Der Rroma Aether Klub Theater Berlin in Kooperation mit dem Rom*nja Theaterkollektiv Berlin möchte durch diese szenische Lesung aus dem Erzählband "Erinnern an eine Zukunft" gemeinsam genauer hinschauen und sich mit einer pluralen Erinnerungskultur auseinandersetzen.
Datum: 07.04.2026
Beginn: 18:00 Uhr Ende: 20:00 Uhr
Ort: Zeitzentrum Zivilcourage, Theodor-Lessing-Platz 1 a, 30159 Hannover
Barrierefreiheit: Eingang ebenerdig, Fahrstühle vorhanden; bei audiovisuellem Unterstützungsbedarf, Bedarf von Gebärdendolmetschenden bitte eine E-Mail an: projekt.koga@stiftung-sng.de
Anmeldung: nicht erforderlich
Teilnahmebeitrag: kostenlos
Veranstaltet durch:
Kompetenzstelle gegen Antiziganismus (KogA),
Zeitzentrum Zivilcourage, Landeshauptstadt Hannover
Thema
Antiziganismus
Bundesland
Niedersachsen