Ziel
Das Projekt bietet (Online-)Distanzierungstrainings für radikalisierungsgefährdete Jugendliche und junge Erwachsene in Thüringen an. Zudem sensibilisiert und qualifiziert es Fachkräfte im Umgang mit rechtsextremistischen Radikalisierungstendenzen und zur Distanzierungsarbeit. Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für die Relevanz von Distanzierungsarbeit bei Akteurinnen und Akteuren in Schule, Jugendarbeit und Zivilgesellschaft zu stärken.
Zielgruppe
Radikalisierungsgefährdete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene; Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
Umsetzung
Das Projektteam entwickelt und erprobt bestehende Ansätze der aufsuchenden Distanzierungsarbeit zum Rechtsextremismus weiter: Die Distanzierungstrainings für radikalisierungsgefährdete Jugendliche und junge Erwachsene werden durch spielerische Ansätze (Gamifizierung), jugendkulturelle Methoden, die Integration in die Online-Lebenswelt sowie ein individualisiertes Baukastensystem durchgeführt und durch motivationsanregende Gesprächsführung und narrativ-biografische Methoden strukturiert. Das Projektteam stärkt so die Kompetenzen der Teilnehmenden, damit diese mit belastenden Emotionen, wie Einsamkeit, Krisenerleben und Ambiguität, umgehen können. Es möchte mit den Trainings vermehrt radikalisierungsgefährdete Mädchen und junge Frauen erreichen.
Die Projektmitarbeitenden unterstützen zudem Fachkräfte im Umgang mit Radikalisierungstendenzen und bieten eine Weiterbildung in Form von Trainer-Tandems an. Sie qualifizieren pädagogische Fachkräfte zu Trainerinnen und Trainern, sodass diese eigenständig in ihren Arbeitsbereichen im Tandem tätig werden können. Das Projektteam ermöglicht die strukturelle Integration der aufsuchenden Distanzierungsarbeit in enger Kooperation mit Jugend-/Schulämtern, Schulen und Institutionen der Jugend(sozial)arbeit. Es unterstützt zum Beispiel Jugendämter vor Ort bei der Einschätzung von Gefährdungslagen und begleitet Erst- sowie Hilfeplangespräche.