Ziel
Das Projekt sensibilisiert Kinder und Jugendliche altersgerecht für den Nationalsozialismus und die Auswirkungen von Antisemitismus. Dazu führt es Workshops zum Thema an Leipziger Grundschulen durch. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu einem kritisch-reflexiven Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus zu befähigen, Empathie zu fördern und Handlungsoptionen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung aufzuzeigen.
Zielgruppe
Grundschulkinder der Jahrgangsstufe 4 und Jugendliche ab 14 Jahren in Sachsen; pädagogische Fachkräfte
Umsetzung
Die Projektmitarbeitenden führen in Grundschulen dreitägige Workshops mit der Methode des biographischen Lernens und unter Berücksichtigung regionaler Bezüge durch. Dabei arbeiten sie zusammen mit Grundschulkindern an historischen Biografien etwa gleichaltriger jüdischer Kinder, die zur Zeit des Nationalsozialismus in Leipzig gelebt und Verfolgung erlebt haben. Sie stellen Bezüge zur Lebenswelt der Kinder her und machen Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar. In Kleingruppen erarbeiten sie sich fünf Biografien und gestalten zu jeder Lebensgeschichte ein Plakat.
Ergänzend zu den Grundschulworkshops findet eine mehrtägige Kreativwerkstatt für Jugendliche ab 14 Jahren statt. Hier gestalten diese aus den Biografien Graphic Novels, die in einem Buch veröffentlicht werden. Die kreative Auseinandersetzung mit den Biografien soll ein vertieftes Verständnis für die persönlichen Erfahrungen und die Folgen des Nationalsozialismus vermitteln. Die Graphic Novels fließen anschließend in die Grundschulworkshops ein und unterstützen insbesondere Kinder, die Schwierigkeiten mit der deutschen Schriftsprache haben.