Ziel
Ziel ist die Stärkung der Perspektive der Sintize und Sinti, Romnja und Roma in der Bildungsarbeit zu Verbrechen des Nationalsozialismus (NS) an dieser Gruppe sowie die Stärkung von Ambiguitätstoleranz Nicht-Betroffener in diesem Kontext. Mit einem entsprechenden Bildungsformat soll einerseits in die Regelstruktur gewirkt werden, andererseits sollen staatliche Strukturen für das Thema sensibilisiert werden.
Zielgruppe
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, vor allem aus der Community der Sintize und Sinti, Romnja und Roma; Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene; staatliche Stellen, öffentliche Verwaltung, Polizei; Vereine und Organisationen
Umsetzung
Im Projekt werden Materialien für ein zweitägiges Bildungsformat in diversen Varianten für jeweils verschiedene Zielgruppen erstellt, darunter Auszubildende, Studierende und Mitarbeitende der Verwaltung und Polizei. Die Bausteine des Formats sollen auch einzeln buchbar sein. Erstellt werden die Materialien und Bildungsformate unter Einbezug von Vertreterinnen und Vertretern der Community der Sintize und Sinti, Romnja und Roma. Ein Fachbeirat wird in verschiedene Phasen des Projekts einbezogen.
Im Bildungsformat wird Wissen über die Verfolgung von Sintize und Sinti, Romnja und Roma und das zugrundeliegende rassistische Denken und Handeln sowohl in der NS-Zeit als auch in der Gegenwart bearbeitet.
In den Materialien sollen unter anderem über drei relevante Orte (KZ-Gedenkstätte Neuengamme, denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Geschichtsort Stadthaus) unterschiedliche Stimmen und Geschichten von Verfolgten, aber auch Informationen über Täterinnen und Tätern vermittelt werden.
Über die Beschäftigung mit (Dis-)Kontinuitäten von Diskriminierung nach 1945 und die seit den 1970ern stattfindenden Kämpfe von Selbstorganisationen für die Anerkennung der NS-Verfolgung von Sintize und Sinti, Romnja und Roma sowie gegen Diskriminierung werden Gegenwartsbezüge hergestellt. Außerdem werden Fortbildungen für verschiedene Zielgruppen angeboten.