Ziel
Mit dem Projekt sollen präventive Schutzfaktoren in Gaming-Communitys entstehen, die den gezielten Aufbau von Kompetenzen sowie unterstützende Strukturen in Gaming-Communitys fördern. Ziel ist es, toxischer Kommunikation und problematischem Verhalten frühzeitig vorzubeugen. Zudem werden aus den teilnehmenden Gaming-Communitys "Care Captains" (Schutzkapitäne) gewonnen, die als niedrigschwellige Peer-Ansprechpersonen in den Communitys agieren.
Zielgruppe
Community-Managerinnen und -Manager; Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für digitale Plattformen; Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene; zivilgesellschaftlich engagierte Erwachsene, gemeinnützige Vereine und Organisationen
Umsetzung
Die Schutzfaktoren in digitalen Räumen werden durch ein innovatives Community-Management gestärkt. Hierfür werden die teilnehmenden Community-Managerinnen und -Manager geschult. Sie bauen dabei nicht nur ihre Moderationskompetenzen aus, sondern erhalten durch ein Open Educational Resources (OER)-Toolkit auch praxistaugliche Leitfäden und Videos für ihre Arbeit. Unter anderem umfassen die präventiven Schutzfaktoren:
- klare Richtlinien, transparente Prozesse und verlässliche Meldewege.
- die Stärkung und Qualifizierung des Community-Management sowie den Moderatorinnen und Moderatoren.
- den Aufbau von Peer-Care-Strukturen zur gegenseitigen Unterstützung.
Das genannte OER-Toolkit wird im Projekt entwickelt, steht allen Community-Mitgliedern offen und umfasst: anpassbare Verhaltensrichtlinien für Communitys, Schritt-für-Schritt-Anleitungen für typische Moderationssituationen, Checklisten zur Früherkennung problematischer Dynamiken, Anleitungen für Care Captains, Mental-Health-Hinweise für Moderatorinnen und Moderatoren sowie rechtlich geprüfte Hinweise zu Melde- und Eskalationswegen.
Die "Care Captains" ergänzen die formalen Moderationsstrukturen durch proaktive Beziehungsarbeit und Gesprächsanlässe. Sie verfügen über klare Weiterleitungsroutinen bei Grenzüberschreitungen in ihren Communitys und bleiben nachhaltig über das Projektende hinaus ehrenamtlich tätig.
Mit ihrem ressourcenorientierten Ansatz geht das Projektteam aktiv auch auf weitere Programmpartnerinnen und -partner von "Demokratie leben!" zu, um Synergien zu nutzen und voneinander zu lernen.