Beim Holocaust-Gedenktag 2026 wird es um ein Lebensschicksal aus Bad Harzburg gehen. Kurt Julius Landauer stammte aus einer Braunschweiger jüdischen Familie. Sein Vater John Landauer war lange Jahre Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Braunschweig. Die Familie besaß einen Textilgroßhandel, deren Geschäftsführer Kurt Landauer war. Kurt Landauer hatte sich taufen lassen und war zum evangelisch-lutherischen Glauben konvertiert. 1932 zogen Kurt und seine Frau Gertrud Landauer mit ihren Kindern Ellinor und Gerd nach Bad Harzburg in ein Haus am Eichenberg, das Gertrud Landauer gemeinsam mit ihrem Bruder geerbt hatte.
Ab 1933 eskalierten die Verfolgungsmaßnahmen zunehmend, unter denen die ganze Familie zu leiden hatte. Die Firma wurde boykottiert, musste 1938 schließlich liquidiert werden. Während des Novemberpogroms 1938 wurde Kurt Julius Landauer in Bad Harzburg verhaftet und anschließend im KZ Buchenwald inhaftiert, aus dem er im Dezember entlassen wurde. In auswegloser Situation, bevor seine Mutter 1943 nach Theresienstadt deportiert werden sollte, nahmen sich Anna und Kurt Landauer das Leben.
Anhand von staatlichen Dokumenten und Erinnerungen der Tochter sowie Bildern wird das Schicksal der Familie anschaulich gemacht. Die von der pax christi-Gruppe ausgewählten Texte werden gelesen. Der musikalische Rahmen, gestaltet von Karsten Krüger, Rainer Buhl und Bernd Dallmann, gibt Gelegenheit eigenen Gedanken nachzugehen.
Datum: 27.01.2026
Beginn: 19:00 Uhr Ende: 21:00 Uhr
Ort: Lutherkirche Bad Harzburg, Lutherstraße 7, 38667 Bad Harzburg
Barrierefreiheit: barrierefrei
Anmeldung: per E-Mail
Teilnahmebeitrag: kostenlos
Veranstaltet durch:
pax christi-Gruppe Nordharz
Kooperation mit Spurensuche Harzregion e. V.
Bundesland
Niedersachsen