Landes-Demokratiezentren

Aufgaben

In jedem Bundesland fördert "Demokratie leben!" die Arbeit eines Landes-Demokratiezentrums.  Die Landes-Demokratiezentren entwickeln Strategien der Förderung von Demokratie und Vielfalt sowie gegen Extremismus und jede Form von Demokratiefeindlichkeit auf Landesebene.  Sie vernetzen die lokalen Aktivitäten, insbesondere der Partnerschaften für Demokratie, und sorgen so für einen Praxis- und Erfahrungstransfer im jeweiligen Bundesland.

Die Landes-Demokratiezentren tragen maßgeblich zur Umsetzung der Ziele des Bundesprogramms "Demokratie leben!" bei und wurden in enger Zusammenarbeit mit den Landesregierungen eingerichtet.

Beratungsangebote

Die Landes-Demokratiezentren tragen außerdem dafür Sorge, dass ein breites Angebot an Beratungsleistungen für die Präventionsarbeit gegen Extremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bereitgestellt wird. Dies beinhaltet insbesondere Mobile Beratung, Opferberatung sowie die Distanzierungs- und Ausstiegsberatung.

Wer von menschen- oder demokratiefeindlichen Vorfällen betroffen ist, kann sich an die Teams der Mobilen Beratung wenden. Die Mobile Beratung hilft in krisenhaften Situationen und gibt fachlichen Beistand.  Die Anlässe, zu denen beraten wird, sind vielfältig. Lehrerinnen und Lehrer, denen die Verbreitung von rechtsextremem Gedankengut auf dem Schulhof Sorgen bereitet, oder Eltern, die befürchten, ihr Sohn oder ihre Tochter könnten Mitglied einer rechtsextremistischen Organisation sein, können das Angebot beispielsweise in Anspruch nehmen. Aber auch Institutionen wie Freizeiteinrichtungen und Betriebe können sich an die Mobile Beratung wenden.

Menschen, die aus rechtsextremen, rassistischen oder menschenfeindlichen Motiven bedroht, beleidigt oder angegriffen werden, bekommen Unterstützung von der Opferberatung. Die Betroffenen erhalten einen geschützten Raum, um über das Erlebte zu sprechen, Beratung zu juristischen Fragen, Unterstützung bei Polizei- und Behördengängen sowie Hilfe bei der materiellen Bewältigung der Taten.   

Personen, die sich aus dem Einflussbereich demokratiefeindlicher Gruppierungen lösen wollen, erhalten Hilfe von den Angeboten der Distanzierungs- und Ausstiegsberatung. Dies beinhaltet die Unterstützung beim Aufbau eines neuen sozialen Umfelds oder beim Einschlagen neuer beruflicher bzw. schulischer Perspektiven. Auch Angehörige können sich an die Beratungsstellen wenden.

 

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