Modellprojekte

Modellprojekte entwickeln neue, innovative Ansätze für die präventiv-pädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, deren Eltern sowie für die Arbeit mit Akteurinnen und Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe. Sie geben Impulse für die Stärkung der zivilgesellschaftlichen Strukturen und unterstützen das Engagement der Menschen für Demokratie. Die von ihnen entwickelten Methoden und Materialien sollen nach erfolgreicher Erprobung in der pädagogischen Praxis der Kinder- und Jugendhilfe sowie in anderen Regelstrukturen eingesetzt werden.

Die Modellprojekte sind in den drei Handlungsfeldern Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung und Extremismusprävention verschiedenen Themenfeldern zugeordnet.

 

Demokratieförderung

Kinder und Jugendliche sollen die Demokratie aktiv mitgestalten können. Um ihre Rechte auf soziale und politische Teilhabe und auf Mitbestimmung zu verwirklichen, braucht es an Alter und Entwicklungsstand angepasste Konzepte der Demokratieförderung und der politischen Bildung.  In den geförderten Projekten geht es deshalb um grundlegende Prinzipien wie Gleichwertigkeit, Rechtstaatlichkeit und den Schutz der Menschenrechte. Es werden Methoden entwickelt und erprobt, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dabei unterstützen sollen, ihre Teilhabe- und Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen.

Die Modellprojekte im Handlungsfeld Demokratieförderung sind in folgenden Themenfeldern angesiedelt:

  • Demokratieförderung im Kindesalter
  • Demokratieförderung im Jugend- und jungen Erwachsenenalter

 

Vielfaltgestaltung

In diesem Handlungsfeld werden Projekte unterstützt, die das Verständnis für Vielfalt und gegenseitigen Respekt sowie die Anerkennung von Diversität fördern. Die Entwicklung von Maßnahmen, die ausgewählte Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auch unter Berücksichtigung von Mehrfachdiskriminierungen adressieren, stehen dabei ebenso im Fokus, wie die Förderung der Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt in unserer Gesellschaft. Ziel ist, allen Menschen, unabhängig von ihrer Religion, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Herkunft oder ihrer politischen Einstellung, ein friedvolles Leben in demokratischen Strukturen in Deutschland zu ermöglichen.

Die Modellprojekte im Handlungsfeld Vielfaltgestaltung sind in folgenden Themenfeldern angesiedelt:

  • Antisemitismus
  • Antiziganismus
  • Islam- und Muslimfeindlichkeit
  • Homosexuellen- und Trans*feindlichkeit
  • Rassismus
  • Chancen und Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft - Vielfalt und Antidiskriminierung
     

Extremismusprävention

Die Projekte in diesem Handlungsfeld sollen im Bereich der Sekundär- und Tertiärprävention Methoden entwickeln, um Radikalisierungsprozessen entgegenzuwirken. Zielgruppe sind in erster Linie gefährdete oder bereits radikalisierte Jugendliche. Innovative Ansätze und Methoden sollen vertrauensvolle und belastbare Zugänge für die pädagogische Arbeit mit ihnen herstellen. Zudem richten sich die Projekte an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Akteurinnen und Akteure der Kinder- und Jugendhilfe, um ihre Kompetenzen zu stärken und mit politisch oder religiös begründeter ideologischer Radikalisierung in ihren Arbeitsfeldern umzugehen.

Die Modellprojekte im Handlungsfeld Extremismusprävention sind in folgenden Themenfeldern angesiedelt:

  • Rechtsextremismus
  • Islamistischer Extremismus
  • Linker Extremismus
  • Prävention und Deradikalisierung im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe
  • Phänomenübergreifende Prävention: Wechselwirkungen einzelner Phänomene, Deeskalationsarbeit

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