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Jörg Armbruster: Willkommen im gelobten Land? Deutschstämmige Juden in Israel

Datum: 26. Januar 2018
Beginn: 19:00 Uhr
Ende: 20:30 Uhr

Lesung mit anschließender Diskussion

Diese Veranstaltung findet anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus statt und wird vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" gefördert.

Zehntausende jüdische Deutsche emigrierten nach Palästina – vor, besonders aber während der NS-Zeit und unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg. Doch die große Hoffnung, hier einen sicheren Zufluchtsort zu finden und willkommen zu sein, erfüllte sich für viele nur sehr zögerlich. Der vielfach ausgezeichnete Fernsehjournalist Jörg Armbruster hat sich auf ihre Spuren begeben und die letzten Überlebenden getroffen. Die lebensrettende Flucht aus Nazi-Deutschland nach Palästina war für viele jüdische Emigranten mit harten Einschnitten oder traumatischen Erfahrungen verbunden. Sie mussten alles hinter sich lassen, was ihnen in ihrer alten Heimat blieb und wichtig geworden war: ihre Freunde und Nachbarn, ihre oft akademischen Berufe, ihr Umfeld, ihre Kultur, ihre Sprache, ja ihre gesamte Lebensgrundlage. Doch die »Jeckes«, wie man die deutschen Juden abfällig nannte, wurden von den schon lange in Palästina lebenden Zionisten häufig misstrauisch beäugt als Fremde in dieser neuen Heimat. Und das bleiben viele eine lange Zeit – obwohl sie zum ersten Mal nicht mehr zu einer Minderheit gehörten.

Auch die Überlebenden des Holocaust hatten nach 1945 in Palästina und später in Israel häufig einen schwierigen Start. Der junge Staat musste Ende der vierziger Jahre um seine Existenz kämpfen, kümmerte sich deshalb kaum um das Leid und die inneren Verletzungen, die diese den Konzentrationslagern Entkommenen mit in das gelobte Land gebracht hatten. Daher schlossen sie sich oft auch in der neuen Umgebung zusammen, wie etwa im »Kibbuz Buchenwald«.

Jörg Armbruster ist auf bewegende Geschichten und Lebensläufe gestoßen, die davon zeugen, wie schwierig es ist, eine neue Heimat zu finden. Und er erzählt davon, wie Herkunft und Erfahrungen der »Jeckes« und der KZ -Überlebenden deren Nachfahren in der zweiten und dritten Generation bis heute prägen.

Die Veranstaltung ist kostenlos!

Zeit und Ort

Fr. 26.1.18
19.00 – 20.30 Uhr

Gevelsberg/Bürgerzentrum
Foyer
Mittelstraße 86/88
58285 Gevelsberg

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Gevelsberg statt und wird unter anderem gefördert aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.