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Fachforum „Zusammenleben und Arbeiten in der Einwanderungsgesellschaft“

Besucherinnen und Besucher auf dem Fachaustausch „Zusammenleben und Arbeiten in der Einwanderungsgesellschaft“, Bild: BAFzA

Welche Herausforderungen gibt es bei der Bearbeitung von institutionellem und strukturellem Rassismus und wie können sie überwunden werden? Welche Dynamiken bestimmen die Medienlandschaft in Bezug auf heutige Migrationsdebatte? Wie kann eine konstruktive Gesprächskultur über Rassismus im Betrieb, der Berufsschule oder im Team entstehen?

Unter anderem um diese Fragen ging es am 12. Oktober auf dem Fachaustausch „Zusammenleben und Arbeiten in der Einwanderungsgesellschaft“ in Berlin, zu dem das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ alle Projektträger aus den Programmbereichen „Engagement und Vielfalt in der Arbeits- und Unternehmenswelt“ und „Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft“ eingeladen hatte.

Begleitet mit einem Fachimpuls von Daniel Gyamerah aus der NGO Citizens for Europe, tauschten sich die Teilnehmenden in thematischen Denkräumen und Workshops aus. In gemeinsamen Gesprächsrunden diskutierten sie über mögliche Empowerment-Konzepte, Methoden der gewaltfreien Konfliktbearbeitung oder diversitätsorientierte Unternehmensentwicklung.

Ein besonderer Moment war die Vorstellung der Wanderausstellung „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ der Diakonie Deutschland, in der Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken ein breites Publikum dazu einladen, neue Perspektiven auf eine Gesellschaft der Vielfalt zu gewinnen und einen eigenen Standpunkt in einer zentralen politischen Debatte zu finden.



Die Themenfelder auf einen Blick

Engagement und Vielfalt in der Arbeits- und Unternehmenswelt

Um Demokratie und Vielfalt auch in der Arbeitswelt zu fördern, wird in enger Zusammenarbeit mit den Projektakteuren ein Unterstützungsnetzwerk zur Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention aufgebaut. Auszubildende und Belegschaften werden angeregt und ermutigt, sich mit konkreten Problemstellungen im Betrieb auseinanderzusetzen. Ziel aller Modellprojekte ist, in Betrieben und Unternehmen gemeinsam Konzepte zu erproben und weiterzuentwickeln, um Demokratie- und Menschenfeindlichkeit am Arbeitsplatz entgegenzutreten.

Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft

Die Zunahme von Gewalt und Bedrohungen gegen Geflüchtete und Engagierte zeigt, wie wichtig es ist, die Stärkung der Demokratie und des friedlichen Zusammenlebens im Einwanderungsland Deutschland zu einem Schwerpunkt von „Demokratie leben!“ zu machen. Mit den Projekten in diesem Programmbereich werden Strategien und Ansätze entwickelt, die sich mit rassistischen und diskriminierenden Haltungen und Handlungen auseinandersetzen. Zudem werden neue Formate gefördert, mit denen kontroverse, polarisierende und emotional aufgeladene gesellschaftspolitische Konflikte bearbeitet und demokratisch ausgehandelt werden können.