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Wo erreiche ich Jugendliche im Internet?

Wer Jugendliche heute motivieren und erreichen möchte, muss sie in ihrer Welt abholen – und dazu zählt natürlich auch das Internet. Doch auf welchen Kanälen erreiche ich die digitale Generation?

Ob Sie in Ihrer Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit einen Schwerpunkt auf Online-Kommunikation setzen, ist eine grundsätzliche Frage. Haben Sie allerdings Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren im Auge, um sie für Aktionen und Projekte zu gewinnen, dann kommen Sie an Social-Media-Plattformen nicht mehr vorbei. Doch wo genau erreichen Sie Jugendliche im Internet?

Facebook – Weiterhin beliebt bei jungen Usern

Facebook-Seite der Partnerschaft für Demokratie Weiden i.d.OPf.
Facebook-Seite der Partnerschaft für Demokratie Weiden i.d.OPf.

Facebook ist als Informations- und Vernetzungsort für viele Jugendliche spannend. Laut dem Digitalverband Bitkom nutzen 83 Prozent der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen Facebook.

Sie sollten also keinesfalls auf Facebook verzichten, wenn Sie das Ziel verfolgen, Jugendliche zu mobilisieren. Aber beachten Sie: Nutzen Sie das Netzwerk als nur einen Kanal von vielen. Wenn Sie junge Zielgruppen erreichen wollen, sollten Sie mehrgleisig agieren!

Und so wird Ihr Facebook-Auftritt auch für andere spannend:

  • Immer in Kontakt bleiben mit Ihrer Community – Um Reichweite zu erzielen und Jugendliche zum Mitmachen zu bewegen, brauchen Sie direkten Kontakt zu Ihrer Zielgruppe – hierzu bedarf es einer langfristigen und regelmäßigen Pflege Ihrer Seite. Posten Sie häufiger Neuigkeiten über Ihre Arbeit in der Statuszeile und laden Sie öfter Bilder und Videos hoch. Die Fans Ihrer Seite erfahren damit immer etwas Neues von Ihnen.
  • Blick über den Tellerrand – Was ist neu und interessant bei anderen Initiativen, Gruppen, in den Medien? Halten Sie Ausschau nach relevanten Inhalten anderer Seiten und „liken“ und kommentieren Sie diese. Bei besonders gelungenen Posts lohnt es sich, diese auch auf Ihrer Seite zu teilen.
  • Gut Ding will Weile haben – Das ist übrigens auch bei Facebook so! Schrauben Sie zu Anfang Ihre Erwartungen an Ihre Facebook-Gemeinde und das Wachstum von „Likes“ und „Freunden“ nicht allzu hoch. Die Anzahl der Fans schießt in der Regel nicht unvermittelt in die Höhe. Wachstum erlangen Sie durch stetige Pflege und interessante Inhalte. Unser Tipp: Stecken Sie sich realistische Ziele und verfolgen Sie diese.

YouTube – Die Flimmerkiste der Jungen…

Ausschnitt aus dem YouTube-Video der Partnerschaft für Demokratie Singen am Hohentwiel
Ausschnitt aus dem YouTube-Video der Partnerschaft für Demokratie Singen am Hohentwiel

YouTube ist bei Jugendlichen mittlerweile beliebter als Fernsehen. Wer wirklich Jugendliche erreichen will, sollte mit kurzen und aussagekräftigen Videos punkten. Dabei sind keine filmischen Meisterwerke gemeint, sondern authentische Bilder Ihrer Aktionen, Projekteindrücke oder ein erklärendes Interview. Doch keine Angst vor hohen Kosten: Das Aufnehmen und Einstellen von Videos ist quasi kostenfrei mit Kamera, Laptop oder Smartphone möglich. Kostenlose Schnittprogramme sind im Internet zu finden. Ihr Ziel sollte es sein, Videos zu einem festen und regelmäßigen Bestandteil Ihrer Online-Kommunikation zu machen. Da Videos gerne geteilt werden hilft Ihnen das, Ihre Projekte und Aktionen schneller einer größeren Zielgruppe zugänglich und bekannter zu machen.

Hier einige „goldene Regeln“ für gelungene Videos:

  • Gute Vorbereitung ist alles! Filmen Sie nicht einfach drauf los, klären Sie besser vorher ab: Kennen Sie den Ablauf und was passieren wird? Sind Sie auf das Wetter, die Licht- und Tonverhältnisse vorbereitet? Welche Einstellungen benötigen Sie, um das abzubilden, was Ihnen wichtig ist?
  • Bleiben Sie authentisch! Es ist wichtig, den richtigen Moment einzufangen. Nur wenn die Botschaft überzeugend ist, ist sie es auch im Video. Späteres Nachsprechen oder Nachstellen verliert stark an Wirkung!
  • Achten Sie auf guten Ton! Zuseherinnen und Zuseher sind bei der Bildqualität eher nachsichtig, beim Ton nicht.
  • Lieber kurz und knapp! Je kürzer und prägnanter die Eindrücke und Aussagen sind, desto eher wird die Message hängen bleiben.
  • Pro Thema ein Video! Ersparen Sie Ihren Zuseherinnen und Zusehern zu komplexe Videos und splitten Sie die Themen besser auf. Das bietet Ihnen mehr Möglichkeiten an unterschiedlichen Inhalten.

Instagram – Die schnelle Bildershow

Auftritt des Bundesfamilienministeriums auf Instagram
Auftritt des Bundesfamilienministeriums auf Instagram

Bilder sagen mehr als Worte – diese Binsenweisheit gilt für die junge Zielgruppe umso mehr. Instagram ist ein kostenloser Dienst zum Teilen von Fotos und Videos, beinahe drei Viertel der User hier sind unter 34 Jahre alt. Lernen Sie also Ihre Aktivitäten nicht mehr nur in Texten zu beschreiben, sondern auch in Bildern zu präsentieren. Die Bilder können natürlich auch um Text ergänzt werden. Es besteht außerdem die Möglichkeit, eine Bildershow aus Videos und Fotos zu gestalten; diese „Instagram-Stories“ sind allerdings nur 24 Stunden lang sichtbar. Beim Einstellen der Bilder auf Instagram sind Hashtags wichtig (ähnlich wie bei Twitter), die die Inhalte thematisch strukturieren und so die Aufmerksamkeit der User lenken. Können Sie die folgenden Aussagen alle uneingeschränkt mit JA beantworten?

  • Mehr als drei Viertel der Menschen, die wir erreichen wollen, sind 25 Jahre und jünger.
  • Wir haben regelmäßig tolle Aktionen, auf denen schöne Bilder und Videos gemacht werden können.
  • Wir sind im Projektteam mehrere Personen, und davon können mindestens zwei ihr Smartphone kaum aus der Hand legen.