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#HassHatKeinHerz – Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus

Vom 24. Juni bis 1. Juli 2019 setzte die Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus ein Zeichen gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit in unserer Gesellschaft. Programmpartnerinnen und –partner unterstützten die Aktionswoche mit Veranstaltungen.

Islam- und Muslimfeindlichkeit nimmt in der Gesellschaft zu und äußert sich zunehmend in gewalttätigen Übergriffen. Die bundesweite Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus vom 24. Juni bis 1. Juli und der Tag gegen antimuslimischen Rassismus am 1. Juli machten auf dieses gesellschaftliche Problem aufmerksam. Am 1. Juli 2019 jährte sich zum zehnten Mal der Mord an Marwa ElSherbini, die 2009 während einer Strafverhandlung im Landgericht Dresden aus islamfeindlichen Motiven ermordet wurde.

Die Aktionswoche stand dieses Jahr unter dem Motto „#HassHatKeinHerz“ und wurde von CLAIM - Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit koordiniert. Mehr als 32 Organisationen machten Hass und antimuslimischen Rassismus anlässlich der Aktionswoche mit Podiumsdiskussionen, Workshops, Straßen- und Onlineaktionen zum Thema. Eine begleitende Plakatkampagne in fünf deutschen Städten rief dazu auf, das Schweigen zu Islam- und Muslimfeindlichkeit zu brechen. Auch Programmpartnerinnen und –partner unterstützten die Aktionswoche, führten Veranstaltungen durch oder zeigten sich durch Teilen von Inhalten mit dem Hashtag #HassHatKeinHerz solidarisch.


Workshop: Antimuslimischer Rassismus und Gegenstrategien

Zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus bot die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e. V.) einen Workshop zum Thema Umgang mit antimuslimischem Rassismus an. Zur Einführung wurden insbesondere die Genese und die Erscheinungsformen von antimuslimischem Rassismus beleuchtet. Im Anschluss wurden mittels Techniken des Forum-Theaters Erfahrungen mit Diskriminierung gemeinsam analysiert und Strategien erarbeitet, sich dagegen zu positionieren und Möglichkeiten der Bewältigung aufzuzeigen. Abschließend präsentierten die Workshopleiterinnen Anlaufstellen und Initiativen, an welche sich Betroffene wenden können, um Beratung und Unterstützung bei Vorfällen von antimuslimischen Rassismus und anderen Formen von Diskriminierung zu bekommen.


Information und Austausch zum Tag gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit

Das Modellprojekt „Pro Islam-Gegen Radikalisierung und Extremismus. - AL-E'TIDAL“ lud alle Interessierten am 1. Juli zwischen 14 und 18 Uhr auf den Marktplatz in Bremen ein. Am Stand des Projekts konnten sich die Passantinnen und Passanten über den Tag gegen antimuslimischen Rassismus informieren und mit den Projektverantwortlichen ins Gespräch kommen.


Webinar zum Thema Antimuslimischer Rassismus

Die Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus (BAG RelEx) bot am 5. Juli ein Webinar zum Thema Antimuslimischer Rassismus an. Das Webinar gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über Argumentationsmuster und Erscheinungsformen des antimuslimischen Rassismus. Sie erhielten Gelegenheit, sich über ihre pädagogische Arbeitspraxis austzuauschen, zu reflektieren und Handlungsoptionen zu erarbeiten.


Nähere Informationen zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus und der Aktionswoche unter www.allianzgegenhass.de.

CLAIM ist ein Projekt der MUTIK gGmbH und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.