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Bundesweite Plakatkampagne für Jüdische Gemeinden

Bundesweite Plakatkampagne für Jüdische Gemeinden zum 9. November

Auf 285 Großflächen, 93 Plakatsäulen und in 1.043 beleuchteten Schaukästen: In über 90 deutschen Städten findet vom 2. bis 15. November 2018 eine Plakat-Aktion des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ statt. Das Plakatmotiv „Ohne Erinnerung verblasst die Vergangenheit, aber du kannst dafür sorgen, dass sie nicht vergessen wird.“ knüpft an die historischen Ereignisse der Novemberpogrome von 1938 an.

Der Antisemitismus in Deutschland wurzelt tief und ist seit der Nachkriegszeit nie verschwunden. Im Gegenteil: In den vergangenen Jahren stieg die Zahl antisemitischer Übergriffe deutschlandweit wieder an. Eine Form von Antisemitismus drückt sich unter anderem in der Verharmlosung oder Leugnung des Holocaust aus, verbunden mit der Intention, einen „Schlussstrich“ unter Debatten um die Verantwortung für nationalsozialistische Verbrechen zu ziehen.

Angesichts dieser Entwicklungen initiiert das Bundesprogramm eine deutschlandweite Kampagne zum 9. November, um die Auseinandersetzung mit den geschichtlichen Ereignissen zu fördern sowie jüdische Bürgerinnen und Bürger in ihrer Autonomie und Selbstbestimmung zu stärken. Flankiert wird die Kampagne von einer Anzeigenschaltung des Plakatmotivs in drei überregionalen Jüdischen Zeitungen.

Das Kampagnen-Motiv schließt damit thematisch an die Präventionsarbeit gegen Antisemitismus im Bundesprogramm an, in dem bereits seit 2015 zahlreiche Projekte erfolgreich arbeiten.

Präventionsarbeit gegen Antisemitismus im Bundesprogramm

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!" unterstützt zivilgesellschaftliches Engagement auf kommunaler, regionaler und überregionaler Ebene. Gefördert werden Projekte, die sich Demokratie und Vielfalt widmen und gegen Extremismus engagieren.

Viele geförderte Modellprojekte sowie drei Träger, die eine Förderung im Bereich der Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger erhalten, thematisieren Antisemitismusphänomene und entwickeln Ansätze und Methoden, um diesen zu begegnen. So richtet beispielsweise die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland mit Hilfe des Bundesprogramms ein Kompetenzzentrum für die Antisemitismusprävention und zum Empowerment der jüdischen Community ein. Gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung organisiert das Anne Frank Zentrum jährlich die deutschlandweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus.

Broschüre: Modellprojekte zur Prävention von aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus im Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Deutscher Bundestag beschließt Stärkung der Antisemitismusprävention