Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

Zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome starten die deutschlandweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus

Aktionswochen gegen Antisemitismus 2018
Bild: Amadeu Antonio Stiftung

„Gegen Antisemitismus – Mehr als warme Worte!“ Zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 starten deutschlandweit die Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. Das Gedenken steht am Anfang eines breiten Engagements gegen Antisemitismus: Über 150 Veranstaltungen mit 90 Kooperationspartnern sind in ganz Deutschland geplant. Schirmherr der diesjährigen Aktionswochen ist der Beauftragte der Bundesregierung für die Bekämpfung des Antisemitismus Dr. Felix Klein.

Als größte Kampagne ihrer Art wirken die Aktionswochen gegen Antisemitismus in der gesamten Breite der Gesellschaft: von der kleinen Jugendinitiative, über bekannte Museen und Gedenkstätten, bis hin zu politischen und zivilgesellschaftlichen Institutionen. Jüdische Gemeinden und Organisationen sind aktiv beteiligt und teilen im Rahmen vieler Veranstaltungen die aktuellen Erfahrungen, die Jüdinnen und Juden in Deutschland machen. Ziel ist, gemeinsam entschieden und kraftvoll gegen Antisemitismus zu handeln.

In Chemnitz beispielsweise lädt die Landeszentrale für politische Bildung zum Vortrag: „Was ist Antisemitismus?“. In Köln wird es an der Antonitercitykirche am 20.11. eine Projektion antisemitischer Vorfälle geben. Das Puppentheater „Isaak und der Elefant Abul Abbas wird an verschiedenen Orten im November in Thüringen in Deutsch und Arabisch aufgeführt. In Berlin wird die Anne-Frank-Ausstellung am 19. November neu eröffnet.

Alle Veranstaltungen zu den Aktionswochen finden Sie online unter:
www.aktionswochen-gegen-antisemitismus.de

Die Bildungs- und Aktionswochen wurden 2003 von der Amadeu Antonio Stiftung gegründet. In über 200 Orten bundesweit fanden seither fast 3.000 Veranstaltungen mit 500 Partnerorganisationen statt. Im dritten Jahr in Folge findet sie in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum statt. Sie werden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Die offizielle Eröffnung findet am 8. November in Berlin statt, unter anderem mit dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Niels Annen und dem israelischen Botschafter Jeremy Issacharoff.


Die Aktionswochen gegen Antisemitismus werden durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.