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Glossar

Zivilgesellschaft

Unter Zivilgesellschaft (oft auch Bürgergesellschaft) versteht man allgemein den nicht-staatlichen politischen Raum, in dem freiwillige Zusammenschlüsse von Bürgerinnen und Bürgern wie Vereine, soziale Bewegungen oder Non-Profit-Verbände, öffentlich agieren.

Eine breite und aktive Zivilgesellschaft wird oft als Bedingung für eine funktionierende Demokratie angeführt. Diese Einschätzung geht davon aus, dass es jenseits der staatlichen Akteure und politischen Institutionen eines öffentlichen Engagements vonseiten der Bürger bedarf, um demokratische Werte in einer Gesellschaft zu verwurzeln. In diesem Kontext sind Aufrufe zu verstehen, die Zivilgesellschaft müsse Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremistischen Bestrebungen aktiv entgegentreten.

Gemeinhin wird eine große Bandbreite an Akteuren zur Zivilgesellschaft gezählt, darunter Vereine, Stiftungen, Kirchen, Fördervereine, Wohlfahrtsverbände, Bürgerinitiativen, Menschenrechtsgruppen und NGOs. In Bezug auf totalitär geprägte politische Systeme wird der Begriff Zivilgesellschaft auch gebraucht, um Demokratisierung und die Entwicklung von staatsfreien Einflusssphären der Bürger zu bezeichnen.

Verfasst von Holger Kulick im Auftrag der Amadeu Antonio Stiftung für das Glossar der Bundeszentrale für politische Bildung im Dossier Rechtsextremismus 2010.
Überarbeitet und aktualisiert von Holger Kulick für das Glossar von BIKnetz - Präventionsnetz gegen Rechtsextremismus [Stand Februar 2013]