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Fachliteratur und Arbeitshilfen

Hier möchten wir Sie auf Publikationen zu den verschiedenen Themenfeldern und Programmbereichen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ hinweisen.

Darüber hinaus wollen wir auch Veröffentlichungen vorstellen, die sich mit Themen wie Präventionsarbeit in der Praxis oder Projektmanagement beschäftigen.

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BAMF-Bericht: Beratungsstelle „Radikalisierung“ als Frühwarnsystem bewährt

Autor(en):  Milena Uhlmann
Schwerpunkt(e):   Präventionsarbeit in der Praxis

Immer mehr Eltern und nahe Angehörige von sich eventuell radikalisierenden Personen melden sich bei der Beratungsstelle „Radikalisierung“ des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und ihren bundesweiten Partnerberatungsstellen. Das geht aus einem jetzt veröffentlichten Forschungsbericht hervor. Dabei habe sich die Beratungsstelle als ein Frühwarnsystem bewährt, das einen bundesweiten Überblick über aktuelle Entwicklungen und Trends habe.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat am 05.02.2018 einen Forschungsbericht der Politologin Milena Uhlmann über die Arbeit der BAMF -Beratungsstelle „Radikalisierung“ veröffentlicht. Die Wissenschaftlerin im Bundesamt hat dafür im Zeitraum April 2016 bis August 2017 Beratende der Beratungsstelle interviewt sowie Mitarbeitende in den zivilgesellschaftlichen Partnerberatungsstellen, die unter der Bezeichnung „Partner vor Ort“ laufen. Außerdem wertete sie Protokolle von Beratungsgesprächen und Anrufen bei der Hotline aus. Die Beratungsstelle soll das soziale Umfeld sich (potenziell) radikalisierender Personen festigen und einen Prozess der Deradikalisierung anstoßen.

Seit dem Start der Hotline 2012 bis Ende 2016 gingen fast 3.200 Anrufe ein, aus denen sich gut 850 Beratungsfälle ergaben. Die Beratungsstelle „Radikalisierung“ arbeitet mit der Arbeitsgruppe Deradikalisierung im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum, dem Bundesnachrichtendienst, dem Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bundespolizei sowie mit Landeskriminalämtern und Verfassungsschutzbehörden zusammen. Die Zusammenarbeit zwischen dem BAMF und den jeweiligen Sicherheitsbehörden bewerteten die Beteiligten laut Forschungsbericht als sehr professionell und gut.

Den Bericht finden Sie zum Herunterladen auf der Seite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.


Digitale Medien und politisch-weltanschaulicher Extremismus im Jugendalter. Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis

Schwerpunkt(e):   Islamismus Rechtsextremismus

Aktuelle Ausprägungen von politisch-weltanschaulichem Extremismus weisen oftmals eine enge Verknüpfung mit digitalen Medien auf. Jugendliche nutzen digitale Medien ständig und kommen dort mit extremistischen Inhalten in Kontakt oder setzen sie selbst – als Teil extremistischer Gruppierungen – zu Kommunikationszwecken ein, woraus auch ein großer Handlungsbedarf für die pädagogische Praxis entsteht. Dieser Sammelband bündelt phänomen- und praxisbezogene Wissensbestände im Themenfeld. Zum einen werden Befunde zu derzeitigen Erscheinungsformen von Rechtsextremismus und (gewaltorientiertem) Islamismus im Kontext digitaler Medien vorgestellt. Zum anderen bieten Praktikerinnen und Praktiker Einblicke in ihre Arbeit und reflektieren, welche Anforderungen an pädagogische Akteure aus rechtsextremen und islamistischen Aktivitäten im Netz resultieren und welche pädagogischen Gegenstrategien bislang erprobt werden. Abschließend werden Wissensstand, Praxislandschaft und Entwicklungsperspektiven resümiert.

Herausgeber: Sally Hohnstein, Maruta Herding (2017), ISBN: 978-3-86379-260-2

Weitere Informationen und den Download der Publikation finden Sie auf der Website des Deutschen Jugendinstituts.


Arbeitshilfe „Zielgruppenerreichung und -bindung“

Schwerpunkt(e):   Präventionsarbeit in der Praxis

Die Arbeitshilfe der Qualitätswerkstatt Modellprojekte (c/o GesBit mbH in Kooperation mit ArtSet GmbH) bietet in komprimierter Form wichtige Informationen sowie Qualitätswerkzeuge zur Zielgruppenerreichung und -bindung.

Die Qualitätswerkstatt Modellprojekte bietet den Modellprojektträgern im Bundesprogramms "Demokratie leben!" Unterstützung bei den übergreifenden Themen einer Modellförderung. Die dort entwickelten Materialien zum Projektmanagement können jedoch von Projektträgern verschiedenster Themenfelder genutzt und eingesetzt werden.

Das Gelingen von Modellprojekten im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ ist wesentlich davon abhängig, ob die relevanten Zielgruppen erreicht und nachhaltig für die Angebote interessiert werden können. Gerade bei mehrjährig laufenden Modellprojekten ist der kontinuierliche Blick auf die Zielgruppen ein wichtiges Korrektiv, um die Angebote fortlaufend zu reflektieren und ggf. anzupassen, um die Kommunikation mit den Adressatinnen und Adressaten zu intensivieren und die Zugänge zu den Teilnehmenden zu verbessern.

Die Arbeitshilfe der Qualitätswerkstatt unterstützt Modellprojekte im Bereich der Zielgruppenerreichung und  -bindung. Sie bietet Hinweise und Hilfestellung für aussagefähige Zielgruppenbeschreibungen und vermittelt Kenntnisse zur adäquaten Angebotsgestaltung sowie zu Kommunikations- und Zugangswegen zur Zielgruppen. Qualitätsinstrumente zur sozial-räumlichen Angebotsanalyse, zur Planung von Co-Creation-Workshops sowie zur Nutzenargumentation ergänzen die Handreichung. Leseempfehlungen zu weiterführenden Veröffentlichungen runden das Arbeitsmaterial ab.

Die Arbeitshilfe „Zielgruppenerreichung und -bindung“ steht auf der Internetseite der GesBiT als Download zur Verfügung.


10 Strategien zum Umgang mit Stammtischparolen

Schwerpunkt(e):   Rechtsextremismus Präventionsarbeit in der Praxis

Stammtischparolen heißen so, weil sie vermeintlich oft in Kneipen geäußert werden. Ironischerweise hat der Stammtisch daher mit seinem eigenen Vorurteil zu kämpfen. In dieser Broschüre geht es um jene Aussagen, die bei bierseligen Runden unter Bekannten, beim Zusammenkommen der Familie oder beim Plausch an der Kasse stattfinden.

Kennzeichnend für Stammtischparolen ist ihre Einfachheit, Plumpheit, Verallgemeinerung und ihr meist negativer Charakter. Sie bringen Vorurteile zum Ausdruck und richten sich stets gegen „Andere“. Das vermeintlich „Andere“ wird dabei abgewertet und verurteilt. Gleichzeitig dient das Konstrukt des „Anderen“ dem Verständnis über das „Eigene“ bzw. das „Wir“, welches dabei aufgewertet wird.

Stammtischparolen hinterlassen bei denjenigen, die mit ihnen konfrontiert werden, oft ein beklemmendes und überwältigendes Gefühl. Den meisten Menschen fällt es schwer, dagegen zu halten, da Stammtischparolen oft so formuliert werden, dass sie einen absoluten und unanfechtbaren Anspruch haben. Als Gegenüber kann schnell der Gedanke aufkommen, bestimmtes Fachwissen sei nötig, um Stammtischparolen entkräften zu können.

Herausgegeber:
RE/init. e.V., 1. Auflage, August 2017

10 Strategien zum Umgang mit Stammtischparolen (PDF, 536 KB)


„Was soll ich denn da sagen?!“

Schwerpunkt(e):   Rechtsextremismus Präventionsarbeit in der Praxis

„Was soll ich denn da sagen?!“ ist der Titel einer neuen Publikation des beratungsNetzwerks hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus zum Umgang mit Rechtsextremismus und Rassismus im Schulalltag. Tina Dürr und Eva Georg sowie weitere Fachautorinnen und -autoren beschäftigen sich in der 60-seitigen Broschüre ausführlich damit, wie Rassismus im Schulalltag wahrgenommen wird, welche Umgangsformen und Handlungsmöglichkeiten es gibt und welche Unterstützung und Hilfen für in der Schule Tätige nötig sind.

Herausgeber:
beratungsNetzwerk hessen

Die Publikation können Sie auf der Internetseite des beratungsNetzwerks hessen herunterladen oder als Druckexemplar bestellen.