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Fachliteratur und Arbeitshilfen

Hier möchten wir Sie auf Publikationen zu den verschiedenen Themenfeldern und Programmbereichen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ hinweisen.

Darüber hinaus wollen wir auch Veröffentlichungen vorstellen, die sich mit Themen wie Präventionsarbeit in der Praxis oder Projektmanagement beschäftigen.

Mit der Suchfunktion können Sie die Publikationen nach Schwerpunkten filtern. Darüber hinaus ist eine Suche nach Schlagwörtern möglich.


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Hasskommentare im Netz. Steuerungsstrategien für Redaktionen

Autor(en):  Leif Kramp, Stephan Weichert
Schwerpunkt(e):   Präventionsarbeit in der Praxis

Im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW wurde das Diskussionsverhalten der Nutzerinnen und Nutzer führender Nachrichtenmarken im Netz und deren konkrete Moderationsstrategien untersucht. Analysiert wurden die redaktionellen Webseiten bzw. jeweils ein Social-Media-Auftritt von Deutschlandfunk Kultur, RP Online, RTL und Tagesschau.de.

Im Zentrum des Erkenntnisinteresses stand die Frage, wie journalistische Medien in Interaktion mit ihrem Publikum durch gezielte Strategien und redaktionelle Steuerungsmechanismen (u.a. Moderation, Community Management, Audience Engagement, Löschpraktiken) Nutzerdiskurse konstruktiv begleiten und ausufernde Debatten regulieren können.

Die Studie soll Redaktionen Ansatzpunkte in (potenziell) hassgetriebenen Diskussionen aufzeigen, um diese problemlos in den Redaktionsalltag integrieren zu können. Die ausführlichen Ergebnisse werden im Herbst 2018 im VISTAS Verlag veröffentlicht.

Das Whitepaper kann auf der Webseite der Landesanstalt für Medien NRW herunter geladen werden.


„Zwischen Islamisierung und Genderwahn. Vielfaltpädagogik in Zeiten völkischer Mobilisierungen.“ Dokumentation der MUT-Fachtagung, Dresden

Autor(en):  Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten (AGJF) Sachsen e.V.
Schwerpunkt(e):   Rechtsextremismus Islamismus Präventionsarbeit in der Praxis

„Fachkräfte und Netzwerke der Vielfaltpädagogik können gerade in Zeiten völkischer Aufwallungen und nationalistischer Reorganisationen nicht warten, bis sie gefragt werden, sie müssen die Fragen zur Lage formulieren und offensiv in Frage stellen, was gegenwärtig neue Gültigkeit beansprucht.“— (Kai Dietrich, aus dem Grußwort)

Die Fachtagung setzte sich intensiv mit der Verwendung und Verdrehung von Begriffen der Vielfaltpädagogik, wie beispielsweise Herkunft und Geschlecht, durch Rechtspopulisten auseinander und verdeutlichte damit die Notwendigkeit einer demokratischen und rassismuskritischen sozialen Arbeit, welche rechte Strukturen und Diskriminierungen aufzeigt.

Innerhalb einer rassismuskritischen und genderbezogenen sozialen Arbeit sehen sich Fachkräfte mit Diskriminierungsstrukturen konfrontiert. Es sei wichtig, diese zu enttarnen und gesellschaftliche Strukturen und Verankerungen deutlich zu machen.

Die Beträge der Fachtagung Zwischen Islamisierung und Genderwahn. Vielfaltpädagogik in Zeiten völkischer Mobilisierungen“ können Sie hier nachlesen.


„Demokratieförderung im Jugendalter an der Schnittstelle Schule – außerschulische Akteure“

Autor(en):  Dipl.-Psych. Jana Voigt, M.A. Markus Pommerening, Dipl.-Psych. Mareike Büttner, Prof. Dr. Dietmar Sturzbecher
Schwerpunkt(e):   Präventionsarbeit in der Praxis

Neue Studie des IFK e.V. veröffentlicht

Schulen haben den Bildungsauftrag, Kompetenzen für demokratisches Handeln zu vermitteln sowie die politische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an der Gesellschaft zu gewährleisten. Diesem Auftrag können sie allerdings nur erfolgreich nachkommen, wenn sie sich dem Sozialraum – und somit auch der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern – öffnen.

Das Institut für angewandte Familien-, Kindheits-und Jugendforschung (IFK) e.V. an der Universität Potsdam hat im Auftrag des BMFSFJ ein Lagebild zur Demokratieförderung im schulischen Bereich der 16 Bundesländer erstellt sowie die Kooperationskultur zwischen Schule und außerschulischen Akteuren, z. B. im Hinblick auf Gelingensbedingungen und Herausforderungen, untersucht. Ziel der Studie war es, wissenschaftliche Grundlagen für die Steuerung der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Demokratieförderung an Schulen zu erarbeiten.

Die Studienergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit, strukturelle Voraussetzungen für die Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Akteuren zu schaffen bzw. auszubauen sowie ein gemeinsames Kooperationsverständnis unter den Kooperationspartnern zu entwickeln.

Einen guten Überblick über die Verankerung der Demokratieförderung sowie der Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Partnern geben die erarbeiteten 16 Ländersteckbriefe.

Download (PDF mit 138 Seiten, 5,6 MB)


Community Communication. Diskursive Beteiligung im Gemeinwesen

Autor(en):  Claire Horst, Aylin Karadeniz, Dr. Ulrike Klötzing-Madest, Ann-Sofie Susen
Schwerpunkt(e):   Präventionsarbeit in der Praxis

In der Broschüre Community Communication - Diskursive Beteiligung im Gemeinwesen geht es um die Frage, wie sich Bürgerprotest unter professioneller Begleitung zum konstruktiven Diskurs und zur Mitgestaltung im Gemeinwesen entwickeln lässt.

Als Großstadtmetropole ist Berlin durch Heterogenität geprägt: Die Berliner Stadtgesellschaft zeichnet sich durch eine große Vielfalt verschiedener Traditionen, Milieus, Lebenswelten und Lebensstile aus.  Gleichwohl birgt die Diversität das Potenzial für Konflikte, die Berlin vor große Herausforderungen stellt, insbesondere im Kontext der Neuzuwanderung von Schutz- und Zufluchtsuchenden, des erstarkenden Rechtspopulismus und der zunehmend polarisiert geführten Debatten zu gesellschaftspolitischen Themen. Verhärtete Fronten zwischen Alteingesessenen und Neuzugewanderten, die gefühlte Ohnmacht der Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Politik oder die von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit durchzogenen Diskurse sind oftmals die Folge. Wie aber lässt sich dem entgegenwirken?

Das Mobile Beratungsteam Berlin (MBT Berlin) der Stiftung SPI hat seit über zehn Jahren Handlungsstrategien im Sozialraum erprobt und modifiziert. Im Kern geht es dabei um die Frage, wie sich Bürgerprotest unter professioneller Begleitung zum konstruktiven Diskurs und zur Mitgestaltung im Gemeinwesen entwickeln lässt. Dieser strategische Ansatz zur Demokratieentwicklung gegen Rechtsextremismus, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und demokratiegefährdende Tendenzen ist dann besonders erfolgversprechend, wenn damit eine Einladung zu einem Dialog auf Augenhöhe einhergeht. Dialog in diesem Sinn bezeichnet einen Prozess, der auf einer Haltung basiert, die von gegenseitigem Respekt der Dialogpartnerinnen und -partner geprägt ist und die berechtigten Interessen, Anliegen und Bedürfnissen des Anderen anerkennt und ernst nimmt.

Hier geht es zum Download der Broschüre


DISA. Demokratie und Integration in Sachsen-Anhalt - Das MARIPOSA-Handbuch

Autor(en):  Maria Ruppel, Katrin Meier, Beate Walter
Schwerpunkt(e):   Präventionsarbeit in der Praxis

Das Projekt „Demokratie und Integration in Sachsen-Anhalt - DISA" arbeitet mit Kitas, Horten und Grundschulen im südlichen Sachsen-Anhalt zusammen und begleitet langfristige Prozesse der Organisationsentwicklung im Sinne der Demokratieförderung. Immer wieder tauchte der Bedarf auf, praktische Methoden der Vielfaltspädagogik in der Arbeit mit Kindern kennenzulernen. So wuchs die Idee, die schon entstandenen Methoden zum Thema Mehrsprachigkeit und Vielfalt in eine ansprechende Form zu bringen. So konnte das Handbuch "Mariposa - Methoden für Vielfalt und interkulturelles Lernen durch Mehrsprachigkeit" gedruckt werden.

Das Handbuch richtet sich an Fachkräfte und Menschen, die mit Kindern im Kita-Alter arbeiten und einfache, spielerische Methoden suchen, wie man mit der Einführung einer anderen Sprache für alle Kinder Lernprozesse im Sinne des interkulturellen, sozialen und emotionalen Lernens anstoßen kann. Das Handbuch kann auf der Projektseite des Trägers ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e.V. (www.arbeitundleben.info) herunter geladen werden.

Hier finden Sie den Download