Wie funktioniert Jugendbeteiligung in den Partnerschaften für Demokratie?

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[(dynamische Musik) Eine Gruppe von Jugendlichen geht auf einem Platz in Rheda-Wiedenbrück.]

KOMMENTAR:
"Unsere Gesellschaft lebt vom Mitmachen, nicht vom Motzen. Und sie braucht junge Menschen, die sich engagieren."

Seda Ünal:
"In erster Linie wollen wie Jugendlichen gehört werden."

[Seda Ünal spricht in die Kamera.]

Seda Yanaz:
"Eigentlich sind wir ja die, die wissen, was abgeht."

[Die Jugendlichen laufen weiter durch die Straßen. Danach spricht Seda Yanaz in die Kamera, gefolgt von Franziska Plachetka.]

Franziska Plachetka:
"Die Entscheidungen, die ihr jetzt trefft, die betreffen euch vielleicht noch 30 Jahre.
Und uns vielleicht 70."

[Am Ufer. Zwei Mädchen und ein Mann sitzen auf einer Bank und unterhalten sich. Der Mann, Demokrat Ramadani, trägt einen schwarzen Pullover, auf dem das Logo des Jugendforums steht: JUFO.]
[Am Ufer. Die Gruppe sitzt auf Bänken, eine erwachsene Frau mit dunklen Haaren und eine Frau mit rotem Oberteil, Yasemin Caglar, sprechen zu ihnen.]

KOMMENTAR:
"'Demokratie leben!' fördert in ganz Deutschland lokale Partnerschaften für Demokratie, in denen sich junge Menschen für ein vielfältiges Miteinander einsetzen."

[Türkise Schrift auf weiß. Jugendbeteiligung in den Partnerschaften für Demokratie]

KOMMENTAR:
"Aber wie genau funktioniert die Jugendbeteiligung in den Partnerschaften für Demokratie?"

[Rheda-Wiedenbrück aus der Vogelperspektive.]

KOMMENTAR:
"Das schauen wir uns im Jugendforum in Rheda-Wiedenbrück an."

[Seminarraum, Seminarsituation. Jugendliche unterhalten sich und diskutieren.]

KOMMENTAR:
"Selbstständig gegründet und selbstständig organisiert, wirken Jugendliche an Entscheidungsprozessen mit und realisieren eigene Projekte."

[Eva Sudbrock und Yasemin Caglar sitzen an einem Tisch und unterhalten sich. Danach spricht Eva Sudbrock in die Kamera.]

Eva Sudbrock:
"Ich bin erst seine einem Jahr hier, da ich mich politisch interessiere. Aber ich wollte halt neutral bleiben und wollte nicht direkt in eine Partei eintreten."

[Seminarraum. Die Jugendlichen stehen vor einer Tafel und unterhalten sich. An der Tafel hängt ein selbstgeschriebenes Pappschild. In der Mitte des Schilds steht das Wort "Bürgermeister". Um die Mitte herum sind mehrere Informationen über den Bürgermeister zu lesen.]

KOMMENTAR:
"Durch das Jugendforum kommen Jugendliche mit Vertretern aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung, Vereinen und anderen Institutionen zusammen, weil sie die Verhältnisse in ihrer Kommune verbessern möchten."

[Jugendliche sitzen an den Tischen im Schulraum und unterhalten sich. Danach spricht Franziska Plachetka in die Kamera.]

[Franziska Plachetka, Jugendforum]

Franziska Plachetka:
"Was ich glaube, was bei uns ganz stark ist, ist wir bewegen die Jugend. Dieses Aufmerksamkeit-machen, 'da gibt's was, guckt mal hin', weil das eben von der Jugend kommt. Es kommt jetzt nicht von oben, hier: geht wählen, weil das der Lehrer in der Schule sagt, oder so was."

[Diagramm: wichtig - 11%, sehr wichtig - 36%
Zukunft? Jugend fragen! BMU 2020]

KOMMENTAR:
"Vielen Jugendlichen ist es wichtig, sich politisch zu engagieren. Vor allem, wenn sie unmittelbar etwas bewirken können."

[Splitscreen
Oben: Stadthalle Rheda-Wiedenbrück.
Unten: Halle. Konferenzsituation. ]

[Splitscreen
Oben: Buch "Beweg etwas"
Unten: Halle. Konferenzsituation.]

[Seda Yanaz spricht in die Kamera.]
[Seda Yanaz, Jugendforum]

Seda Yanaz:
"Wir haben über Monate ein Politiker-Speed-Dating organisiert, und es war voll schön, dass fast alle von allen Parteien dabei waren."

[Ceyda Ünal, Jugendforum]

Ceyda Ünal:
"Allein schon vor Ort kamen die Leute zu uns und meinten, dass es eine mega Organisation ist."

[Screensplit
Oben: Menschen mit Masken, Konferenzsituation.
Unten: Konferenzsituationen, Blick auf Bühne und Publikum.]

[Ceyda Ünal spricht in die Kamera.]

[Screensplit
Oben: Konferenzsituation, Blick auf Publikum.
Unten: Konferenzsituation, Blick auf Bühne.]

[Theo Mettenborg spricht in die Kamera.]
[Theo Mettenborg, Bürgermeister Rheda-Wiedenbrück]

Theo Mettenborg:
"Ich glaub, dass wir als Stadt annehmen können, dass es vielleicht kreative Modelle gibt, der Kommunikation, die man selber vielleicht nicht mehr so anwenden würde."

[Seminarsituation. Franziska Plachetka steht vor einer Tafel und spricht zu den Jugendlichen, die vor ihr im Kreis sitzen. Die Jugendlichen diskutieren und unterhalten sich. Danach spricht Yasemin Caglar in die Kamera.]

KOMMENTAR:
"Für Ideen wie diese und die Zusammenarbeit im Jugendforum, gibt es Fördergeld. Die Jugendlichen entscheiden dabei eigenständig, was sie umsetzen möchten, und arbeiten mit der Stadtverwaltung oder Trägern der Zivilgesellschaft zusammen."

[Yasemin Caglar spricht in die Kamera. Dann: Seminarsituation. Die Jugendlichen stehen im Kreis vor einem Kreis aus Stühlen und diskutieren.]

[Yasemin Caglar, Teamerin]

Yasemin Caglar:
"Die Idee dahinter ist nicht, dass wir den Jugendlichen irgendwas vorgeben, so nach dem Motto „Macht mal!“. Sondern, dass man alles Mögliche tut, um den Jugendlichen dabei zu helfen, Ihre Ideen zu realisieren."

[Demokrat Ramadani spricht in die Kamera.]

[Demokrat Ramadani, Koordinierungsstelle]

Demokrat Ramadani:
"Es geht um gesellschaftspolitische Fragen, es geht um Alltagsfragen, und wir bilden dann Aktionsgruppen zu diesen Themen."

[Schulflur. Vier Jugendliche laufen eine Treppe hoch.]
[Die Jugendlichen stehen vor einem großen Bildschirm. Auf dem Bildschirm ist die Instagram-Seite des Judenforums Rheda-Wiedenbrück zu sehen mit vielen Fotos. Lea Pecani scrollt die Bilder mit dem Bildschirm-Touchscreen hoch. Danach unterhalten sie sich. Auf dem Bildschirm läuft ein Videogespräch mit zwei weiblichen Teilnehmerinnen. Danach spricht Lea Pecani in die Kamera.]
[Lea Pecani, Jugendforum]

Lea Pecani:
"Während der Corona-Zeit haben wir eine Social-Media-Kampagne gestartet, unter dem Thema Rassismus und die Art des Rassismus, weil das aktuelles Thema war. In der Stadt Rheda-Wiedenbrück gibt es auch Rassismus. Das war uns halt wichtig, das darzustellen."

[Screensplit
- Videogespräch mit drei Teilnehmerinnen und einem Teilnehmer.
- Bild: "Wann hast du das erste Mal erfahren, dass Menschen in verschiedene Gruppen aufgeteilt werden?" in schwarzer Schrift, auf weißem Hintergrund. Daneben ist das Logo des Jugendforums: "JUFO".]

[Diagramm: Angst vor Ausländerfeindlichkeit - 52%, Angst vor Zuwanderung - 33%.
Schell Jugendstudie 2019]

KOMMENTAR:
"Weit mehr Jugendliche haben Angst vor Ausländerfeindlichkeit als vor Zuwanderung. Durch frühes politisches Engagement, erlernen sie, dass Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit keinen Platz in unserer Gesellschaft hat."

[Seminarsituation. Jugendliche zeichnen auf Plakate und unterhalten sich. Auf den Plakaten sind Männchen gezeichnet, unter der Überschrift "Feindlichkeit". Danach spricht Tahsin Omir Mirza in die Kamera.]

Tahsin Omir Mirza:
"Demokratie war der Grund, warum ich nach Deutschland geflüchtet bin."

[Seminarsituation. Jugendliche sitzen im Kreis und diskutieren. Tahsin Omir Mirza spricht in die Kamera.]

Tahsin Omir Mirza:
"Ich find's halt sehr, sehr interessant, wie unterschiedliche Meinungen wir haben. Wenn wir alle die gleiche Meinung hätten, wäre auch voll langweilig."

[Seminarsituation. Jugendliche sitzen im Kreis und diskutieren. Der Demokrat Ramadani spricht, die anderen hören ihm zu. Danach spricht Theo Mettenborg in die Kamera.]

Theo Mettenborg:
"Wenn man die Meinung des anderen respektiert, dann führt das auch dazu, dass Menschen mit verachtender Haltung in einer Gesellschaft keinen Platz finden können."

[Seminarsituation. Jugendliche sitzen im Kreis und stimmen etwas ab, viele von ihnen heben die Hand. Danach sehen wir Franziska Plachetka, die vor den Jugendlichen steht und die Diskussion führt. Wir sehen wieder, wie die Jugendlichen ihre Hand heben und weiter diskutieren. Danach spricht Eva Sudbrock in die Kamera.]

Eva Sudbrock:
"Ich hab gelernt, demokratisch zu diskutieren. Dass man jeden ausreden lässt, dass man abstimmt... Und dann wird das halt so gemacht. Man kann was bewegen, aber halt gemeinsam. Das schweißt total zusammen."

[Rheda-Wiedenbrück aus der Vogelperspektive. Dann: Auf der Straße. Jugendliche laufen fröhlich durch die Straßen Rheda-Wiedenbürcks.]

KOMMENTAR:
"Merken, dass man selbst etwas verändern kann und eine Stimme hat."

[Am Ufer. Yasemin Caglar und der Demokrat Ramadani stehen nebeneinander und lachen. Vor ihnen sitzen die Jugendlichen, sie lachen und unterhalten sich. Danach laufen die Jugendlichen durch die Straßen Rheda-Wiedenbrücks.]

KOMMENTAR:
"Darum geht's nicht nur in Rheda-Wiedenbrück, sondern in vielen weiteren Projekten bei 'Demokratie leben!'"

[Rheda-Wiedenbrück aus der Vogelperspektive.]

KOMMENTAR:
"Politische Teilhabe zum Anfassen. Für alle."

[Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
'Demokratie leben!']

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