Beispielbild: Workshopsituation mit Kindern

Tagung "Neurechtes Christentum"

Pinselstrich

Über die Tagung

Seit einigen Jahren ist in der politischen Kultur ein Wandel zu beobachten: In der Grauzone zwischen dem klassisch konservativen und dem rechtsextremen Milieu hat sich die sogenannte "Neue Rechte" etabliert. Zentral für diese Szene sind Zeitschriften wie die "Junge Freiheit" und "sezession", sowie der Verlag Antaios. Politisch wird die "Neue Rechte" von Teilen der AfD repräsentiert.

Die Autorinnen und Autoren sowie Repräsentanten und Repräsentantiinnen beziehen sich dabei seit langem deutlich, offen und intellektuell durchaus anspruchsvoll auf das Christentum, und zwar sowohl in einer (vormodern) katholischen als auch in einer konservativ-lutherischen Form. Das Christentum gewinnt so für die "Neue Rechte" immer wieder auch identitätsstiftende Funktion.

Ein vertieftes Verständnis dieses Phänomens ist ebenso notwendig wie eine klare kirchliche Abgrenzung gegenüber einer Vereinnahmung für menschenfeindliche oder rassistische Ideologien. Gleichwohl ist auch eine kritische Auseinandereinsetzung mit der eigenen Ideengeschichte gefragt: Das neurechts-christliche Denken kann sich positiv auf bestimmte Motive der Theologiegeschichte beziehen. Zudem gibt es ganz offensichtlich Berührungspunkte bei bestimmten gesellschaftspolitischen Themen, namentlich bei traditionellen Familien- und geschlechtlichen Rollenbildern.

Während so das neurechte christliche Denken in einigen konservativ-christlichen Kreisen durchaus attraktiv erscheinen kann, ist hier jedoch auch gleichzeitig eine klare Differenzierung zwischen dem evangelikalen bzw. konservativen Christentum und dem neurechten Denken nötig.

Kirche und Theologie sind in Veröffentlichungen und in Diskussionen in den Gemeinden mit dem Phänomen konfrontiert und müssen sich dazu verhalten. Diese Tagung will einen Schritt bei der Suche nach einem sinnvollen Umgang mit der Problematik gehen.

Nähere Informationen zum Programm gibt es auf der Website der Tagung.

Auf einen Blick

Zeitraum:

05.11.2021 - 06.11.2021

Ort:

Evangelische Akademie Loccum
Münchehäger Str. 6
31547 Rehburg-Loccum

Eintritt

Die Tagungsgebühr beträgt 120,00 Euro für Übernachtung, Verpflegung, Kostenbeitrag

Für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose Ermäßigung nur gegen Bescheinigung auf 60,00 Euro. Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine zeitweise Teilnahme ist nicht möglich.

Ein Drittel des Teilnehmerbeitrages wird als institutioneller Beitrag für die Evangelische Akademie Loccum erhoben.

Anmeldung

Internet: www.loccum.de/tagungen/2163/

E-Mail: Stefanie.Meyer@evlka.de

Bei einer Absage nach dem 29. Oktober 2021 werden 25 % der Tagungsgebühr in Rechnung gestellt.

Voraussetzung für die Teilnahme ist ein vollständiger Impfnachweis beziehungsweise eine Genesenen-Bescheinigung oder ein medizinischer Corona-Schnelltest (kein Selbsttest) nicht älter als 24 Stunden.

Kontakt

Evangelische Akademie Loccum

Stefanie.Meyer@evlka.de