Beispielbild: Workshopsituation mit Kindern

Fachgespräch: Christlicher und islamisierter Antisemitismus

Kooperationsveranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus und der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus

Anmeldefrist: 15. Juni 2022

Pinselstrich

Über das Fachgespräch

Antisemitismus hat viele Erscheinungsformen. Er ist zentral für rechtsextreme Ideologie und auch von großer Bedeutung in religiösen Kontexten. Im Christentum war er fast zweitausend Jahre lang in der Form des christlichen Antijudaismus eine zentrale Denkfigur.

Auch in islamistischen Kontexten spielt Antisemitismus eine wesentliche Rolle. Oft wird dieser Aspekt jedoch nicht sachlich analysiert und bearbeitet, sondern dazu missbraucht, um so vor allem antimuslimischen Rassismus zu schüren. Als sei Antisemitismus nicht auch ein wesentlicher Teil der Denktraditionen der europäischen Mehrheitsgesellschaft und ein gesamtgesellschaftliches Problem – nicht primär eines von als muslimisch gelesenen Menschen.

Eine Kooperationsveranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus und der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus soll der Frage nachgehen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Formen des religiös begründeten Antisemitismus bestehen. Und auch der Frage, inwieweit der christliche Antijudaismus seine islamisierte Form historisch beeinflusst hat.

Welche Erscheinungsformen gibt es jeweils? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es etwa in den Bezügen auf antisemitische Verschwörungsmythen? Welche Unterschiede existieren aber auch etwa beim Blick auf den historischen Nationalsozialismus oder seine Legitimationsmuster? Dabei soll es nicht um moralisierende Anklagen gegen vermeintliche oder tatsächliche Antisemitinnen und Antisemiten gehen, sondern um ein kritisches Verstehen und Aufarbeiten von problematischen Denkfiguren.

Über diese Fragen werden die Veranstaltenden unter anderem mit dem Generalsekretär der Evangelischen Akademien in Deutschland, Dr. Klaus Holz, dem Antisemitismusbeauftragten der EKD, Dr. Christian Staffa, und mit der Projektleiterin der Praxisstelle Bildung und Beratung der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, Désirée Galert, sprechen.

Weitere Informationen zum Programm gibt es auf der Veranstaltungswebseite.

Auf einen Blick

Zeitraum:

23.06.2022 - 14:00 bis 18:30 Uhr

Ort:

Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung
Caroline-Michaelis-Straße 1
10115 Berlin

Eintritt

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung

Um Anmeldung wird gebeten unter: https://bagkr.de/anmeldung-antisemitismus

Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2022.

Kontakt

Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R), Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus e. V. (BAG RelEx)

https://bagkr.de