Projektziel

Ziel des Modellprojekts ist die Erprobung von neuen Zugängen für die Beratung von radikalisierten oder radikalisierungsgefährdeten Menschen in Strafvollzug und Bewährungshilfe in den Phänomenbereichen des islamistischen Extremismus und Rechtsextremismus. Es sollen alternative, gewaltfreie Bewältigungsstrategien und Anstöße für Distanzierungs- und Deradikalisierungsprozesse entwickelt werden. Ziel des Modellprojektes ist weiterhin die Sensibilisierung und Qualifizierung der Fachkräfte im Strafvollzug und Bewährungshilfe für das Erkennen und den Umgang mit Radikalisierung.

Zielgruppe

Jugendliche und junge Erwachsene im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe sowie im Strafvollzug und der Bewährungshilfe Tätige im Land Mecklenburg-Vorpommern

Methodische Vorgehensweise und Umsetzungsformate

Die pädagogische Arbeit des Modellprojektes konzentriert sich auf die Sensibilisierung und Kompetenzbildung von Fachkräften in Strafvollzug und Bewährungshilfe zum Umgang mit rechtsextrem eingestellten sowie religiös begründet extremistisch eingestellten Menschen. Neben interaktiven Methoden der Wissensvermittlung wie Rollenspielen und Fallsimulationen wird ein Coaching- und Beratungsangebot unterbreitet, welches den Abgleich zwischen geübter Methodik und gelebter Praxis in den Haftanstalten reflektiert und unterstützt. Aufbauend auf bereits existierenden sogenannten Behandlungsmaßnahmen in den Anstalten wird ein Angebot entwickelt, das Distanzierungsprozesse von politisch oder religiös extremistisch eingestellten Inhaftierten befördern soll.

Kontakt

CJD Nord, Fachbereich Migration, Forschung und Beratung

Siegfried-Marcus-Straße 20

17192 Waren (Müritz)

https://www.cjd-nord.de/angebote/migration-forschung-und-beratung/praeradex