Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

Fachtag: Streit als Chance für Nachbarschaften. Konfliktbearbeitung im Quartier

Datum: 29. Oktober 2019
Beginn: 10:00 Uhr
Ende: 17:00 Uhr
Bild: Cosima Mangold, Friedenskreis Halle e. V.

 

Konfliktbearbeitung im Quartier ist so vielfältig wie die Stadtteile, in denen die Ansätze erprobt werden. Wir werden bei dem Fachtag fünf Ansätze vorstellen und mit den Menschen ins Gespräch kommen, die in Quartieren und Kommunen damit arbeiten.

Der Fachtag bildet außerdem den Projektabschluss vom Modellprojekt „Gewaltfrei streiten! Konfliktkompetenz individuell, gesellschaftlich und kulturell stärken“. Seit Anfang 2018 arbeiten wir in Halle-Neustadt zusammen mit lokalen Akteur*innen, um durch Netzwerke, Fortbildungen und Begegnungen Konfliktkompetenzen vor Ort zu stärken. Formate wie Nachbarschaftsgespräche, Mediation, ein Lebendiger Neustadtkalender in der Weihnachtszeit und Gesprächsrunden zu konkreten Konflikten wurden in den letzten 2 Jahren erprobt. Vor dem Hintergrund unserer Erfahrungen in Halle-Neustadt werden wir darüber diskutieren, was Ansätze der konstruktiven Konfliktbearbeitung für die Arbeit auf Quartiersebene zu bieten haben.

Es erwarten Sie darüber hinaus im Rahmen von Workshops konkrete Impulse und Ansätze aus Görlitz, München, Salzwedel und Hamburg.

WORKSHOPS

Religiosität in nicht-religiösen Räumen

In dem Workshop werden anhand der praktischen Erfahrung aus drei Hamburger Stadtteilen folgende Themen vorgestellt:

  • Umgang mit hoch-eskalierten Konflikten zwischen Muslim*innen und Atheist*innen innerhalb von Sozialräumen
  • Erfahrungen in der Kooperation mit Kirchen, Moscheen oder Synagogen
  • Welche Bedeutung haben Säkularität und sichtbarer Glauben für die Bevölkerung eines Stadtgebietes?

Referentin: Katty Nöllenburg, Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e. V., Hamburg

 

1,5 Jahre Quartiersmanagement in Görlitz - Methoden, Herausforderungen, Chancen

Seit Februar 2018 gibt es im Görlitzer Stadtteil Innenstadt – West ein Quartiersmanagement. Über die Konflikte und Herausforderungen im Stadtteil sowie die verschiedenen Methoden der Arbeit mit den Anwohner*innen soll es in diesem Workshop gehen.

Hierbei wird zum einem auf die Sozialstruktur des Viertels eingegangen als auch auf die verschiedenen (Veranstaltungs-) Ansätze, die in der Arbeit mit den Anwohner*innen genutzt werden und wurden . So wird bspw. der Versuch das Konzept der Stadtteilgespräche umzusetzen geschildert.

Referent: Toralf Arndt, Quartiersmanagement, RABRYKA

 

Zuhören, verstehen, handeln: Kommunale Konfliktberatung im Kontext von Integration und Teilhabe

In Städten und Gemeinden im ländlichen Raum stoßen Veränderungen, die mit Zuzug und Integration zusammenhängen, mitunter auf Unverständnis, Misstrauen oder sogar Ablehnung. Sie spitzen auch schon länger bestehende Konflikte zu. Kommunale Konfliktberatung unterstützt Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft darin, diese Spannungen zu verstehen und als Chance für Entwicklung zu nutzen. Im Workshop setzen wir uns mit der Frage auseinander, welche Konflikte wir auf kommunaler Ebene erleben und lernen an einem Beispiel den Beitrag der Kommunalen Konfliktberatung kennen.

Referentin: Ulrike Gatzemeier, Verein zur Förderung der Bildung - Salzwedel

 

SteG und AKIM. Zwei Beispiele aus München für Konfliktbearbeitung im Quartier

Die Stelle für Gemeinwesenmediation (SteG) vermittelt Mediations-Teams bei Nachbarschaftskonflikten. Das allparteiliche Konfliktmanagement in München (AKIM) ist entstanden, weil für Konflikte im öffentlichen Raum Mediation allein nicht ausreicht, sondern ein differenziertes Vorgehen erforderlich ist. Anja Huber, die Leitung von SteG, stellt beide Ansätze vor und lädt zur Diskussion ein.

Referentin: Anja Huber, Stadt München

Ort:
Neustädter Passage 13
06122 Halle (Saale)

Anmeldung und Kontakt für Rückfragen:
Marilyn Lürtzing
marilyn.luertzing(at)friedenskreis-halle.de
Tel: 0345-47229902

Anmeldung bis zum 20.10.2019

Eintritt:
Teilnehmendenbeitrag 10€ (erm.)/ 20€

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Modellprojekts „Gewaltfrei streiten! Konfliktkompetenz individuell, gesellschaftlich und kulturell stärken“ statt und wird unter anderem gefördert aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.