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"Hate Speech - Was tun?" Online-Weiterbildungsangebot für Fachkräfte und interessierte Userinnen und User

Datum: 29. August 2019

 

Was genau ist eigentlich Hate Speech? Wie kann ich selbst gegen hasserfüllte Kommentare im Internet aktiv werden und zu einer demokratischen Gesprächskultur beitragen? Und welche Aspekte gilt es für die eigene Sicherheit zu beachten? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Hate Speech beantwortet ein neuer Online-Kurs, der von jugendschutz.net und der österreichischen Beratungsstelle ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit angeboten wird.  


Ausgangspunkt der interaktiven Lern-Plattform ist die Beobachtung vieler Menschen, im Internet mit Beleidigungen oder diffamierenden Vorurteilen gegen bestimmte Gesellschaftsgruppen konfrontiert zu werden. Häufig geht dies einher mit Gefühlen der Ohnmacht und der Unsicherheit. So ist zum Beispiel oftmals unklar, ob Kommentare noch von der Meinungsfreiheit gedeckt oder bereits strafbar sind. Auch würden sich viele Userinnen und User gerne mit Opfern solidarisieren oder sie schützen, wissen aber nicht, wie man sich am besten in eine Diskussion einschaltet oder was zu tun ist, wenn man selbst zur Zielscheibe aggressiver Beiträge wird.

Der Online-Kurs "Hate Speech – Was tun?" knüpft an diese Erfahrungen an und stellt ein breites Spektrum an Informationen zur Verfügung. Dabei wird eine breite Zielgruppe angesprochen: Interessierte, die bisher keine Berührungspunkte mit dem Thema hatten, können von dem Angebot ebenso profitieren wie Fachkräfte aus der pädagogischen Praxis, Behörden und staatlichen Einrichtungen, die Vorerfahrungen haben und sich weiterbilden möchten.

Im Rahmen des insgesamt sechswöchigen Kurses wird Schritt für Schritt erlernt, welche Ausprägungen von Hate Speech existieren, wie sie sich rechtlich einordnen lassen, und mit welchen Strategien man Hass im Netz entgegentreten kann. So werden etwa Formen der aktiven Gegenrede, Monitoring sowie Meldeoptionen auf verschiedenen Plattformen vorgestellt. Der Kurs eröffnet mit Hilfe interaktiver Lernmöglichkeiten wie Videos, dynamischen Vorträgen, Fallbeispielen, Erfahrungsberichten und Quizzen zahlreiche neue Perspektiven. Dabei sind die Teilnehmenden nicht auf sich alleine gestellt, sondern bekommen professionelle Begleitung: Im Diskussionsforum können Fragen besprochen und in der Gruppe Perspektiven ausgetauscht werden, wobei die Teilnehmenden aktiv von Tutorinnen und Tutoren unterstützt werden. Zudem geben Gastdozentinnen und -dozenten aus dem Themenfeld in Webinaren regelmäßig spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und praktische Ansätze. Die Teilnehmenden haben außerdem die Möglichkeit, nach erfolgreicher Beendigung des Kurses ein Zertifikat zu erhalten.


Zeitbedarf

Die Teilnehmenden können je nach Zeit und Motivation zwischen 1-3 Stunden pro Woche für die Lerninhalte aufwenden. Um die Minimalanforderungen zum Erhalt des Zertifikats zu erfüllen, ist bereits ca. eine Stunde pro Woche ausreichend. Wer sich tiefer in das Thema einarbeiten möchte, kann dies mit einer Vielzahl an weiterführenden Materialien tun. Der Kurs läuft in Kohorten (Klassen) von jeweils 6 Wochen.
 

Erklärvideo zum Kurs und mehr Infos zum inhaltlichen Aufbau

 

Anmeldung

 

Der nächste Kurstermin ist am 07.11.2019

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Modellprojekts „jugendschutz.net - Jugendpolitisches Kompetenzzentrum für den Schutz junger User im Netz“ statt und wird unter anderem gefördert aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.