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In Stein gemeißelt. Zum Umgang mit eingefurchten antisemitischen Bildern

Datum: 26. Mai 2019 - 28. Mai 2019

In der Lutherstadt Wittenberg ist ein Streit um die Sau-Darstellung an der Südfassade der Stadtkirche entstanden. Die einen fordern das Entfernen dieses judenfeindlichen Symbols, die anderen wollen es belassen, aber mit einem stärkeren aufklärenden Impuls verbinden. Wieder andere wünschen sich, dass alles so bleibt, wie es ist. Die Fragen nach dem richtigen Umgang mit diskriminierenden Darstellungen im historischen Erbe beschäftigt nicht nur die Lutherstadt Wittenberg. Auch Hakenkreuze auf Kirchenglocken, ein „Nazi-Taufbecken“ in Berlin Mariendorf und viele christlich triumphalistische „Ecclesia et Synagoga“-Darstellungen haben Debatten hinter oder vor sich.

Wie soll mit diesen drastischen Bildern kirchlicher Judenfeindschaft umgegangen werden? Welche Wirkungen hatten sie und haben sie immer noch? Darüber werden Expertinnen und Experten der Theologie, der Sozial- und Erziehungswissenschaften sowie Kunsthistorikerinnen und -historiker und Verantwortliche in Kirche und Gesellschaft miteinander diskutieren. Im Kontext der Debatten um gewaltförmige Anteile der Kirchengeschichte geht es immer wieder um die Frage: Wie viel Ambivalenz der eigenen kirchlichen oder nationalen Geschichte halten wir aus? Sind die eingefurchten Spuren dieser Gewalt dabei hilfreiche Mahnmale, also Lernanlässe, oder verletzen sie Jüdinnen und Juden bis heute?

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen

Datum und Uhrzeit:
26.-28. Mai 2019
17:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Ort:
Ev. Akademie in Wittenberg
Schlossplatz 1d
06886 Lutherstadt Wittenberg
http://ev-akademie-wittenberg.de

Anmeldung und Kontakt für Rückfragen:
Anmeldung bis zum 10.5.2019
bogenhardt(at)ev-akademie-wittenberg.de

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Modellprojektes Anti-Antisemitismus statt, das vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" gefördert wird.