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Fortbildung: Umgang mit Rechtspopulismus. Eine Herausforderung für Verantwortliche in Kirche und Diakonie

Datum: 18. Februar 2019 - 19. Februar 2019
Beginn: 11:00 Uhr
Ende: 16:30 Uhr

In den letzten Jahren haben sich die politischen Kräfteverhältnisse in Deutschland verschoben. Neue rechtspopulistische Strömungen wirken bis in den parlamentarischen Raum hinein. Diese profitieren von weit verbreiteten Gefühlen von Unsicherheit. Es kam zu einer erheblichen gesellschaftlichen Polarisierung bis hinein in Gemeinden, Freundeskreise und Familien.

Für Leitungskräfte aus Kirche und kirchlichen und diakonischen Einrichtungen ist dies eine Herausforderung: Wie sollte mit Angriffen von rechts umgegangen werden? Insbesondere angesichts der Tatsache, dass deren Grundpositionen christlichen Werten diametral entgegengesetzt sind? Wie und unter welchen Bedingungen kann in der Öffentlichkeit, etwa bei Podiumsdiskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern der AfD, diskutiert werden? Was kann einer rechten Kampagne vor Ort entgegengesetzt werden?

Das Seminar soll Führungskräfte auf den politischen Umgang mit neuen rechten Bewegungen besser vorbereiten. Dabei sollen zentrale Elemente rechten Diskurses genauer untersucht werden: Wie wird von rechts über Christentum und Kirche geredet? Wie kann Kirche auf rechte Aktivitäten z.B. zu geplanten Unterkünften für Geflüchtete reagieren? Welche Erfahrungen wurden in öffentlichen Diskussionen mit AfD-Vertreterinnen und -Vertretern gemacht? Wie können Kirchenvertreterinnen und -vertreter in Auseinandersetzungen bestehen?

Thematische Schwerpunkte:

  • Lagebild Rechtspopulismus / Neue Rechte, Definitionen
  • Rechtspopulistische Diskurse und Medien, rechte Talking Points und was dahinter steht
  • Rechte theologische Diskurse
  • Strategien für politisches Handeln im lokalen/regionalen Raum
  • Politische Kommunikation zum Thema. Referent: Toralf Staud (freier Journalist, u. a. für DIE ZEIT)
  • Gesprächstechniken und Körpersprache
  • Erfahrungsaustausch über öffentliche Diskussionen mit AfD-Vertreterinnen und -Vertreter: Bischof Dr. Dr. h.c. Markus Dröge (EKBO)

Methoden/Arbeitsweisen:

  • fachspezifische Impulse
  • Arbeitsgruppen und kollegialer Austausch
  • Planspiel
  • Training mit Kamera
  • Feedback und kollegiale Beratung

Lernergebnisse:

Die Teilnehmenden

  • haben ein umfassendes Wissen um Inhalte und Strategien neurechter und rechtspopulistischer Akteure
  • kennen kirchenpolitische und theologische Positionen dieser Akteure
  • entwickeln Strategien zur politischen Auseinandersetzung
  • bestehen in öffentlichen Diskussionen
  • kennen wichtige Gesprächstechniken und setzen Körpersprache bewusst ein.

Zielgruppe:

Führungskräfte der mittleren kirchlichen Leitungsebene und diakonischer Unternehmen und Einrichtungen

Ort:
Haus der EKD
Charlottenstraße 53/54
10117 Berlin

Informationen:
Dr. Lars Charbonnier
Studienleiter der Führungsakademie für Kirche und Diakonie
Tel.: 030 20355586
lars.charbonnier(at)fa-kd.de

Henning Flad
BAG Kirche & Rechtsextremismus
Tel.: 030 28395178
flad(at)bagkr.de

Anmeldung:
Bianka Mertel, Führungsakademie für Kirche und Diakonie Haus der EKD
Tel.: 030 20355583
bianka.mertel(at)fa-kd.de
Anmeldung

Die Teilnehmenden-Anzahl ist auf 16 begrenzt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger statt und wird unter anderem aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.