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Fachtag „Jugendkulturen und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Schwerpunkt Antisemitismus

Datum: 13. Dezember 2018
Beginn: 12:00 Uhr
Ende: 18:00 Uhr

Wie kommt es, dass 73 Jahre nach dem Holocaust das Schimpfwort "Du Jude" das am meisten verbreitete Schimpfwort auf dem deutschen Schulhof geworden ist? Wie verbreitet und relevant ist das Problem und aus welchen Komponenten besteht es? Wie wird Rassismus gegen Antisemitismus ausgespielt? Welche Stereotype sind importiert und welche hausgemacht? Was ist der Unterschied zwischen legitimer Kritik an Israel und Antisemitismus? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es in Schule und Alltag?

Prof. Dr. Julia Bernstein ist Professorin für soziale Ungleichheiten und Diskriminierungserfahrungen im Fach Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Antisemitismus, Fremdfeindlichkeiten und Rassismen in Institutionen, visuellen Medien und im Alltag, Migrationsprozesse durch Transnationalisierungsperspektiven, Interkulturalitätsfragen, Migrationsprozesse russischsprachiger Juden in Israel und Deutschland, Jüdische Identität im gesellschaftlichen Wandel, Stereotypisierungs- und Ethnisierungsprozesse. In ihrer Arbeit kombiniert sie qualitative Forschungsmethoden (Ethnographie und Biographieforschung) mit alternativen Kunstmedien.

Nach dem Vortrag und einem Panel mit Szenegängerinnen und Szenegängern aus HipHop, Techno, Ultras und Popkultur zu Antisemitismus und Jugendkulturen wird die diesjährige Arbeit im Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ resümiert, konkrete Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Programm
12.00 Uhr Begrüßung, Gabriele Rohmann, Leiterin Archiv der Jugendkulturen e. V.

12.15 Uhr Vortrag und Diskussion „Mach doch keine Judenaktion!“ Aktuelle Befunde aus der Forschung zu Antisemitismuserfahrungen von Jugendlichen im Alltag und in der Schule

14.00 Uhr Mittagspause mit Imbiss
Möglichkeit für Networking und Besichtigung der Archiv-der-Jugendkulturen-Ausstellungen „Der z/weite Blick“ über Jugendkulturen und Diskriminierungen und „New Faces – Mit Kultur und Medien gegen Antisemitismus“

15.00 Uhr Panel „Antisemitismus in Jugend- und Popkulturen“

16.30 Uhr Pause

16.45 Uhr Vortrag „Diskriminierungen in Jugendkulturen: Erkenntnisse aus Interviews mit Szene-Gänger*innen“ Referent: Carsten Janke, Kulturwissenschaftler M.A. und Journalist, Berlin

17.30 Uhr Präsentation des neuen Intervention-Sets zu Antisemitismus des Archivs der Jugendkulturen

Referentinnen und Referenten: Team des Archivs der Jugendkulturen

Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Prof. Dr. Julia Bernstein, DJ Freshfluke (HipHop, Berlin), Christian Werthschulte (Politikredakteur der Kölner Stadtrevue, berichtet über Pop und Politik für taz, Jungle World, WDR, Deutschlandfunk Kultur und die Buchreihe "testcard"), Paula Scholz (Fußball / Ultras, Mitbegründerin des Netzwerks Erinnerungsarbeit, Hamburg), resom (resident dj, ://about blank, berlin)

Wo:
Archiv der Jugendkulturen e. V., Fidicinstraße 3, Haus B, 10965 Berlin, U-Bhf. Platz der Luftbrücke (U6)

Anmeldung:
bis Montag, 10. Dezember 2018 schriftlich unter presse(at)jugendkulturen.de

Das Archiv der Jugendkulturen e. V. wird durch das Bundesministerium fürm Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ im Programmbereich „Strukturförderung zum bundeszentralen Träger“ gefördert.