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Dortmund / Fortbildung: „Islamisierte Radikalsierung“

Datum: 07. März 2018 - 09. März 2018
Beginn: 08:30 Uhr
Ende: 13:00 Uhr

ECKDATEN FORTBILDUNG

THEMA:
Islamisierte Radikalisierung

ZIELGRUPPE:
pädagogische Fachkräfte (LehrerInnen, SozialarbeiterInnen etc.)

ZEIT:
07. – 09.03.2018
Mi. & Do.: 8.30 – 16.00 Uh r
Fr.: 8.30 – 13.00 Uhr

ANMELDUNG:
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Um zeitnahe Anmeldung unter muntzeck(at)multikulti-forum.de wird gebeten.

Die Radikalisierung von Jugendlichen geschieht nicht losgelöst von äußeren Faktoren: Gesellschaftliche und familiäre Umstände, Ablehnung und Diskriminierung spielen eine große Rolle. Häufig werden aber gerade diese Faktoren aus Unkenntnis nicht wahrgenommen und eine beginnende Radikalisierung bleibt so unerkannt.

Aus eben dieser Unkenntnis glauben MitarbeiterInnen, die mit Jugendlichen in Kontakt stehen, aber manchmal auch eine Radikalisierung zu erkennen, wo keine ist. Das Interesse an Religion, das Leben einer islamischen Identität, aber auch Protest oder Provokation sind „normale“ Verhaltensweisen von Jugendlichen.

Die dreitägige Fachfortbildung des Projekts „Dortmunder Durchblick – Gemeinsam gegen Radikalisierung“ will genau hier für Durchblick sorgen: MultiplikatorInnen in der Jugendarbeit erhalten in sieben Modulen einen fundierten Überblick über das Thema Radikalisierung und begünstigende Faktoren.

Sie möchten sich sicherer im Themengebiet bewegen, praxisnahe und erprobte Handlungsoptionen kennenlernen und in Ihrer Einrichtung als AnsprechpartnerIn für KollegInnen zur Verfügung stehen? Unsere Fortbildung gibt Ihnen das nötige Rüstzeug und zeigt einen sinnvollen Mittelweg zwischen Sensibilisierung und unangebrachtem Alarmismus auf.

Inhalte der Fortbildung:

Modul 1: Islam und Islamismus
Überblick über Merkmale, Entwicklungen und die Abgrenzung
von Islam und Islamismus.

Modul 2: Radikalisierung junger Menschen
Thematisierung möglicher Ursachen und Verläufe einer
religiösen Radikalisierung.

Modul 3: Antimuslimischer Rassismus
Diskriminierende Stereotype und Vorurteile gegen
Muslime werden vorgestellt und anhand von Fakten
kritisch bewertet.

Modul 4: Muslimische Jugendkulturen
Vielfalt, Hybridität und Zugehörigkeiten muslimischer
Jugendlicher werden vorgestellt.

Modul 5: Gender und Geschlecht
Überblick über Geschlechterrollen im Islam sowie geschlechtsspezifische
Hinwendungsmotive.

Modul 6: Islamisierter Antisemitismus
Konzentration auf Antisemitismus als Teil der religiös
radikalen Ideologie. Antisemitische Ansichten
und Verschwörungstheorien werden in ihre Entstehungskontexte
eingeordnet, um das Widersprechen
zu ermöglichen.

Modul 7: Handlungsoptionen für Fachkräfte
Herausbildung einer pädagogischen Haltung, um auf
Provokation und Protest angemessen zu reagieren.
Hilfs- und Unterstützungsangebote werden vorgestellt.

Die Fortbildung ist kostenlos und kann nach §9 AWbG NRW als Bildungsurlaub anerkannt werden.