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Ausstellung: Die Opfer des NSU und die (Nicht-) Aufarbeitung der Verbrechen

Datum: 10. Oktober 2017 - 10. November 2017

Der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) ermordete zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen, verübte drei Bombenanschläge und mehrere Banküberfälle. Viele Jahre verdächtigte die Polizei Menschen aus dem Umfeld der Getöteten, in die Taten verstrickt zu sein. Angehörige wurden drangsaliert statt unterstützt; ihre Mutmaßungen, die Täter seien Neonazis, von den Behörden und weiten Teilen der Gesellschaft ignoriert und abgewertet. Rassismus wurde nicht angesprochen, sondern an den rechten Rand geschoben.

Die Ausstellungstafeln erzählen die Kurzbiografien der Ermordeten und zitieren Angehörige, zeigen ihre Geschichte und Perspektiven. Damit möchte die Ausstellung dazu beitragen, den Opfern des NSU (-Komplexes) Würde und Gesicht zu geben und den Fokus auf die Betroffenen zu richten. Im Sinne des Tribunals „NSU-Komplex auflösen“ wirft die Ausstellung überdies die Frage auf, was wir fünf Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU gelernt haben, wenn heute Migrant*innen und Geflüchtete angegriffen werden.

Ein Eröffnungsvortrag und eine Diskussion mit der Ausstellungsmacherin Birgit Mair findet am 10.10.2017 um 18:00 Uhr statt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Demokratiezentrums Land Bremenstatt und wird unter anderem gefördert aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!".