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DIALOG MACHT SCHULE

Kontaktdaten

VNB e. V. - Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen
Ilse-ter-Meer-Weg 6
30449 Hannover
Tel: 0511 123564918
frank.schmitz(at)vnb.de


Themenfeld

Islamistische Orientierungen und Handlungen


Projektziele

Das Modellprojekt „DIALOG MACHT SCHULE „ verfolgt das Ziel, eine jugendgerechte Bearbeitung u. a. der Themen Religion, Vermischung von Islam und Islamismus, Diskriminierung, Identitätsfindung und die Frage nach demokratischer Teilhabe zu ermöglichen und im Peer-to-Peer-Ansatz eine große Gruppe Jugendlicher zu erreichen. Durch pädagogisch-didaktisch begleitete Prozesse und Methoden werden Jugendliche angeregt, ihre Perspektiven für ein integratives, inklusives und ausdifferenziertes Verständnis ihrer Umwelt und Mitmenschen zu öffnen und weiterzuentwickeln.

Das Modellprojekt geht proaktiv auf radikalisierte Jugendliche zu und moderiert eine Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen über Haltung und Handlungsoptionen in einer demokratischen Gesellschaft. „DIALOG MACHT SCHULE“ möchte Jugendliche in einer demokratisch-humanistischen Haltung bestärken oder dazu ermutigen.

Das Modellprojekt verfolgt das Ziel, radikalisierten Jugendlichen oder Sympathisanten von radikal-islamischen Haltungen für alternative Handlungs- und Denkweisen zu interessieren. Es soll im schulischen Umfeld eine Situation geschaffen werden, in der ein Austausch über Haltungen wieder möglich erscheint.

Der innovative Ansatz liegt in der Umsetzung des Projekts im ländlichen Raum. Die Hälfte der Dialoggruppen wird an Kooperationsschulen in dörflichen oder kleinstädtischen Kommunen durchgeführt.  Projekte zur politischen Bildung werden im ländlichen Raum nur selten angeboten und sind auf Grund von geografischen Entfernungen nicht für alle Jugendlichen gleichermaßen zugänglich.

Gleichzeitig beginnen Gruppierungen und Vereine mit radikalen Einstellungen vermehrt in diesem Raum konkrete Angebote für Jugendliche aufzubauen, was vor allem im Bereich der Freizeitgestaltung (Sport, Religion, Kultur) zu beobachten ist. Durch die Etablierung von Dialoggruppen in ländlich verorteten Schulen soll dem entgegengewirkt werden.


Handlungskonzept

Das Modellprojekt „DIALOG MACHT SCHULE“ ist ein Peer-Projekt zu Persönlichkeitsentwicklung, Integration und politischer Bildung an Schulen. Studierende (überwiegend mit Migrationshintergrund) werden zu Dialogmoderatorinnen und -moderatoren ausgebildet, die dann an Schulen „den etwas anderen Politikunterricht“ gestalten. Dabei gehen sie nicht mit vorgefertigten Themen in die Schule, sondern holen die Themen von den Schülerinnen und Schülern.

Die Dialogmoderatorinnen und moderatoren sind für die Dauer eines Schuljahres in Zweierteams einmal pro Woche in einer Klasse und moderieren ein Thema über mehrere Wochen. Am Ende des Schuljahres führen sie auch ein Mikroprojekt mit den Schülerinnen und Schülern durch. Themenschwerpunkte werden dazu eingegrenzt. Hier werden die Themen Religion, Islamismus, Salafismus und radikale Jugendkulturen in diesen Zusammenhängen die Schwerpunktthemen darstellen.

Methodisch arbeiten die Dialogmoderatorinnen und -moderatoren daran, eine dialogische Haltung unter den Schülerinnen und Schülern zu entwickeln, um einen offenen Diskurs über emotionale Themen wieder zu ermöglichen. Die Schulklasse wird dabei in zwei Gruppen eingeteilt, sodass maximal 15 Schülerinnen und Schüler in einer Dialoggruppe mitarbeiten können.
Die Dialogmoderatorinnen und -moderatoren bekommen regelmäßig Fortbildungen und einen moderierten Austausch angeboten.

Zwei Peertagungen werden in der Projektlaufzeit mit jeweils ca. 100 Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Diese Tagungen werden inhaltlich von den Schülerinnen und Schülern gestaltet. Die Kooperationsschulen liegen überwiegend im ländlichen Raum (Kleinstädte und Dörfer in Niedersachsen). Dieser neue Ansatz soll neue Erkenntnisse aus besonderen Sozialräumen erbringen.