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Maßstab Menschenrechte: Bildungspraxis zu den Themen Flucht, Asyl und rassistische Diskriminierung stärken

Kontaktdaten

Deutsches Institut für Menschenrechte
Zimmerstr. 26-27
10969 Berlin
Tel.: 030 259 359 460
niendorf(at)institut-fuer-menschenrechte.de
Web: Projekt „Maßstab Menschenrechte“


Themenfeld

Rassismus und rassistische Diskriminierung


Projektziele

Das Modellrojekt „Maßstab Menschenrechte“ richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Bildungsarbeit, zum Beispiel an Lehrkräfte an Grund- und weiterführenden Schulen, pädagogisches Leitungspersonal, Lehrbeauftrage sowie Pädagoginnen und Pädagogen der außerschulischen Bildung in der Jugendarbeit oder im frühkindlichen Bereich. Das Projekt möchte sie darin stärken, die Themen Flucht, Asyl und rassistische Diskriminierung fachlich, methodisch und menschenrechtlich fundiert bearbeiten zu können. Die erworbene Fachkompetenz und das gestärkte Bewusstsein für Diskriminierung sollen die Zielgruppe in die Lage versetzen, den pädagogischen Alltag wertschätzend und diskriminierungssensibel zu gestalten. Hierfür werden themenspezifische Workshops konzipiert und durchgeführt. Die Erfahrungen und Ergebnisse der Workshops werden im Rahmen eines Handbuchs dokumentiert und im Rahmen einer Abschlussveranstaltung veröffentlicht.

Zu Verbreitungszwecken sollen die Workshops geografisch verteilt angeboten werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen sich auch als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für ihre Region verstehen und sich untereinander vernetzen.


Handlungskonzept

Mehrtägige Workshops vermitteln Fakten und Wissen, etwa zur (menschen-)rechtlichen Situation von in Deutschland lebenden geflüchteten Personen, zu verschiedenen Formen rassistischer Diskriminierung und zu zentralen Menschenrechtsabkommen. Letztere werden auch als Orientierungsrahmen für pädagogische Praxis veranschaulicht, zum Beispiel anhand der Diskussion über diskriminierenden Äußerungen und möglichen Grenzen der Meinungsfreiheit.

Darüber hinaus werden pädagogisch-didaktische Grundlagen der Menschenrechtsbildung erläutert und ausgewählte Methoden ausprobiert. Zentrales Anliegen der Fortbildungen ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer Reflektion eigener Denkmuster anzuregen und ihr Bewusstsein für Diskriminierungen und die dahinter stehenden Mechanismen zu schärfen. Im Austausch sollen Handlungsmöglichkeiten für den Transfer in die eigene Praxis identifiziert und diskutiert werden.

Die Konzeption und Durchführung der Workshops und die Erstellung des Handbuchs erfolgen in Kooperation mit Selbstorganisationen aus den Bereichen Flucht, Migration und rassistische Diskriminierung. Die Kombination der Expertise von Selbstorganisationen mit dem Fachwissen der Nationalen Menschenrechtsinstitution stellt den innovativen Kern des Modellprojekts dar. Die Workshops werden zudem in Kooperation mit verschiedenen Bildungseinrichtungen mit einschlägiger thematischer Erfahrung durchgeführt.

Die Qualität der Workshops wird anhand von Evaluationen überprüft, wobei Kriterien wie Praxisrelevanz sowie die Wissens-, die Einstellungs- und die Handlungsebene berücksichtigt werden.