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"Jugend für Vielfalt! Argumentativ stark gegen Rassismus und Diskriminierung"

Kontaktdaten

AWO SPI - Soziale Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft mbH
Roßmarkt 2
06217 Merseburg
Tel: 03461 / 2898833
info(at)jugend-vielfalt.de


Themenfeld

Rassismus und rassistische Diskriminierung


Projektziele

Im Modellprojekt „Jugend für Vielfalt! Argumentativ stark gegen Rassismus und Diskriminierung“ sollen neue und jugendgerechte Modelle entwickelt und erprobt werden, mit denen demokratisches Verständnis und Partizipation gestärkt sowie Sensibilisierung, Prävention und Reaktionsfähigkeit gegenüber Rassismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gefördert werden können.

Am Ende der Projektlaufzeit soll ersichtlich sein, welche der in den Workshops verwendeten Methoden dazu geeignet sind, Jugendliche für Rassismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie Demokratiebildung zu sensibilisieren. Nach kontinuierlicher Durchführung und Weiterentwicklung der Workshops soll klar sein, welche besonderen Bedarfe und Problemlagen sich an Schulen und Jugendeinrichtungen benennen lassen. Außerdem soll offenkundig sein, welche Methoden und Ansprachen dazu geeignet sind, Jugendliche zur Umsetzung eigener Projektideen sowie zur Mitarbeit in einem demokratischen Jugendnetzwerk zu motivieren.

In der Projektlaufzeit konzipierte Workshops sollen als Handreichung veröffentlicht und so für andere Träger nutzbar gemacht werden. Methoden und Ansprachen, um Jugendliche zu Eigeninitiative und Partizipation zu motivieren, sollen relevanten Akteurinnen und Akteuren vorgestellt und ggf. in Regelstrukturen übertragen werden.


Handlungskonzept

In einem ersten Schritt werden Workshops an Schulen und Jugendeinrichtungen zu den Themen Demokratiebildung und Antidiskriminierung durchgeführt. Darüber hinaus interessierte Jugendliche steigen in die Aktivitätenphase ein und initiieren, organisieren und verantworten dabei maßgeblich eigene Initiativen, z. B. Veranstaltungs- und Kunstformate, Videobeiträge, Web2.0-Initiativen, um so zu themenbezogener Auseinandersetzung und demokratischer Teilhabe zu motivieren. Die weiterführende Seminarphase ermöglicht die Qualifizierung zu Teamerinnen und Teamern für Demokratiebildung und Antidiskriminierung.

Bei der Durchführung des Projektes soll eng mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen gearbeitet werden, unter anderem den Partnerschaften für Demokratie, den Netzwerkstellen „Schulerfolg sichern“, den Koordinierungsstellen der Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage!“, mit Fachstellen und dem Deutschen Jugendinstitut, mit Wohlfahrtsverbänden und Kirchenkreisen sowie mit lokalen Bündnissen, Jugendforen und -beiräten.

Geplant ist, die bereits genannten Phasen dauerhaft durchzuführen. Eigens konzeptionierte Bildungsbausteine werden vom Projektteam stetig angeboten und interessierte Jugendliche bei der Umsetzung ihrer Projektideen begleitet. Des Weiteren sollen Teamerinnen und Teamer ausgebildet und kontinuierlich in einem Jugendnetzwerk vernetzt werden. Gegen Ende der Projektlaufzeit sollen Ergebnisse der Arbeit durch die Veröffentlichung einer Broschüre und die Veranstaltung eines Transfers gesammelt und weitergegeben werden.

Im Modellprojekt sollen neue und innovative Methoden erprobt und  die angebotenen Konzepte durch eine enge Absprache mit Lehrerinnen und Lehrern, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern oder engagierten Jugendlichen individuell angepasst werden. Dabei werden vor allem niedrigschwellige und interaktive Methoden eingesetzt, um eine möglichst hohe Lebensweltorientierung zu gewährleisten. Auch das Feedback der Teilnehmenden zu den Bildungsbausteinen fließt in die Weiterentwicklung der Konzepte ein. Durch die folgende Aktivitäten- und Seminarphase wird versucht, über die punktuelle Workshop-Arbeit hinaus zu gehen und die Eigenbefähigung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu fördern. Dies wird durch das Jugendnetzwerk in den drei Einsatzlandkreisen kontinuierlich weiterentwickelt.