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MFFB - Bildungsbausteine: Demokratie stärken - Antisemitismus bekämpfen

Kontaktdaten

Mideast Freedom Forum Berlin e. V. (MFFB)
Keithstr. 1 + 3
10787 Berlin
Tel: 030 8733 3417
info(at)mideastfreedomforum.org
https://bildungsbaustein-israel.de


Themenfeld

Aktuelle Formen des Antisemitismus


Projektziele

Ausgehend von der Beobachtung, dass es bisher kaum wirksame pädagogische Angebote gibt, die sich schwerpunktmäßig mit gegenwartsbezogenem Antisemitismus beschäftigen, der sich am Staat Israel entzündet, sollen im Rahmen des Modellprojekts „MFFB-Bildungsbausteine: Demokratie stärken – Antisemitismus bekämpfen“ zielgruppenspezifische Schulungsmaterialien erprobt und weiterentwickelt werden.

In Seminaren sollen insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene dazu befähigt werden, den Nahostkonflikt faktenbasiert zu analysieren. Hierzu werden Kenntnisse der Geschichte, der Gesellschaft und der Strukturen des Staates Israel vermittelt. Im Fokus der Vermittlung steht die Funktionsweise des israelischen Staates als funktionierender, pluraler Demokratie im Nahen Osten. Dieses Wissen wird mit populären Mythen und israelbezogenen antisemitischen Stereotypen konfrontiert, um das Urteilsvermögen zu stärken und somit das demokratische Bewusstsein bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu schärfen.

Ziel des Projekts ist es ferner Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu befähigen Module der Bildungsseminare in der Jugend- und Erwachsenenbildung eigenständig anzuwenden. Dies schließt eine mögliche Kooperation mit den Strukturen der Jugendhilfe ein, um zu deren Schutzauftrag beizutragen und Extremismus zu verhindern. Sensibilisierung und Prävention in der Jugendarbeit sollen gestärkt werden, um demokratische Erziehung zu fördern.


Handlungskonzept

Bei der Entwicklung der Schulungsmaterialien steht der Projektträger, das Mideast Freedon Forum Berlin e. V. (MFFB), in ständigem Kontakt zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Expertinnen und Experten zum Thema Antisemitismus. Ferner kooperiert das MFFB mit verschiedenen gesellschaftlich relevanten jüdischen und nichtjüdischen Institutionen und Trägern sowie mit Vereinen und Parteien. Neben den fortlaufend zu überarbeitenden Materialien, setzen die 2-3 tägigen MFFB-Bildungsseminaren auf eine rege Integration, Beteiligung und Diskussion der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

In der Erprobungsphase sollen mindestens 15 Bildungsseminare mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchgeführt werden. Nach dieser Testphase soll der Schwerpunkt auf der Schulung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, insbesondere Lehrerinnen und Lehrer liegen und ein Modul speziell für mehrheitlich migrantische Gruppen entwickelt, erprobt und umgesetzt werden. Ab etwa Ende 2017 werden sich die Anstrengungen darauf konzentrieren, das Projekt bei den verschiedenen Zielgruppen und in unterschiedlichen Bildungs- und Ausbildungsgängen zu verankern und den Wirkungskreis weiter auszudehnen. Langfristig sollen die Seminarinhalte möglichst in allen Bundesländern und vielen Kommunen kontinuierlich angeboten werden. Hierzu strebt der Projektträger eine Kooperation mit regional bedeutenden, vor Ort jeweils gut vernetzten Partnern aus Bildung, Wissenschaft und Politik an.

Ferner sollen im Rahmen des Modellprojektes öffentliche Veranstaltungen mit hochkarätigen nationalen und internationalen Referentinnen und Referenten durchgeführt werden, die eine Sensibilisierung für das Thema Antisemitismusprävention bewirken sollen.