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Demokratie stärken - Aktiv gegen Antisemitismus und Salafismus

Kontaktdaten

American Jewish Committee Berlin, Ramer Institute for German-Jewish Relations (AJC Berlin)
Leipziger Platz 15
10117 Berlin
Tel: 030 2265940
berlin(at)ajc.org
https://ajcberlin.org/de/programme/demokratie-stärken-aktiv-gegen-antisemitismus-und-salafismus


Themenfeld

Aktuelle Formen des Antisemitismus


Projektziele

Ziel des Modellprojekts ist es Lehrerinnen und Lehrer zu befähigen antisemitische Feindbilder als Element des Salafismus zu identifizieren und entsprechende Handlungsstrategien für den Unterricht zu entwickeln. Dabei steht insbesondere die Vermittlung von methodischen Kenntnissen zu Kompetenztrainings und kooperativem Lernen im Mittelpunkt. Ergänzt werden diese Fortbildungen durch im Projekt zu entwickelnde Lehrmaterialien.

Das Modellprojekt wurde gestartet, um Lehrerinnen und Lehrer aus Berliner Schulen in Rahmen von ganztägigen Fortbildungen im Problemfeld des Antisemitismus und Salafismus zu unterstützen. Viele Lehrerinnen und Lehrer haben mittlerweile mit islamischem Extremismus, einer Zunahme von Antisemitismus und Anfeindungen jüdischen Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern gegenüber in ihrem Alltag zu tun. Dabei sollen diese Phänomene, die sich in Bemerkungen und im Verhalten der Schülerinnen und Schüler im Schulalltag häufig widerspiegeln, erklärt und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern schnelle und gezielte Unterstützung angeboten werden. Hauptziel des Projekts ist es sie für solche Situationen zu sensibilisieren und ihnen Handlungsstrategien aufzeigen. Oft fehlt Hintergrundwissen über die grundlegenden Lehren dieser Ideologien sowie über die Gründe für die zunehmende Anziehungskraft, vor allem auf Jugendliche. Das Modellprojekt soll ein besseres Verständnis für die Dynamik und Motive junger Leute schaffen, die sich einer solchen Bewegung anschließen und Strategien der Prävention und Deradikalisierung diskutieren.


Handlungskonzept

Die Fortbildungen werden mit 25 - 30 Lehrerinnen und Lehrern aus Berliner Schulen über einen Zeitraum von zwei Jahren durchgeführt. Die Teilnehmenden werden sich unter anderem mit den Themen Identität, Religion, Stereotypisierung, Diskriminierung, Demokratie, Medien, Jugendkultur und Familie auseinandersetzen. Methodisch wird sich dabei verschiedener pädagogischer Instrumente bedient. Diskussionen im Rahmen der Fortbildungen werden die Grundlage bilden, Lehrmaterialen für den Schulgebrauch zu entwickeln. Dabei sollen die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer die Fortbildungen als Forum begreifen, in deren Rahmen sie sich einerseits mit Experten und untereinander austauschen können. Zudem werde gemeinsam Strategien entwickelt, um Salafismus und Antisemitismus im Klassenzimmer zu begegnen.

Die auf Basis der Fortbildungen erfolgende Erstellung von Schulmaterialien wird ab 2016 begonnen. Begleitet wird der Prozess von verschiedenen Experten. Eine Veröffentlichung der Materialien ist nach etwa zwei Jahren vorgesehen.
Der innovative Charakter des Modellprojekts liegt in der thematischen Verknüpfung des Salafismus mit dem Antisemitismus. Das entwickelte Curriculum soll deshalb perspektivisch auch Anwendung an Schulen in verschiedenen Bundesländern finden. Möglichkeiten, diese auch in anderen europäischen Ländern anzuwenden werden in der Zusammenfassung des Projekts ebenfalls erörtert.
Der Projektträger arbeitet bei der Durchführung des Modellprojekts mit der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, dem Landesinstitut Schule und Medien Berlin-Brandenburg sowie dem Ehtno-Medizinischen Zentrum (EMZ) zusammen.