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Ein Projektfilm der Partnerschaft für Demokratie Stadt Chemnitz

Hooligans - Eine Welt zwischen Fußball, Gewalt und Politik

Nach den Ausschreitungen im August 2018 in Chemnitz wollte die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Chemnitz genauer wissen, mit wem und mit welchen Strukturen sie es in ihrer Stadt zu tun hat. Auch wenn Hooliganismus die Stadt bereits seit Jahrzehnten vor Herausforderungen stellt, war der Begriff „Hooligans“ durch die Ausschreitungen wieder verstärkt in Erscheinung getreten. Doch genau zu definieren, was sich hinter dieser Gruppierung verbirgt und wann man von einem Hooligan spricht, fiel den Verantwortlichen schwer. Ziel der Partnerschaft für Demokratie war es daher, sich auf professioneller Ebene mit dem Begriff „Hooligans“ auseinanderzusetzen. Zusammen mit dem Fanforscher Robert Claus und der TU Chemnitz organisierte sie eine Lesung mit anschließender Podiumsdiskussion zu Robert Claus‘ Buch „Hooligans - Eine Welt zwischen Fußball, Gewalt und Politik“ am 3. April 2019 im Rahmen der Ausstellung „Kunst tro(t)zt Ausgrenzung“ im Wirkbau in Chemnitz.

„Die extreme Rechte ist eine bestimmende Strömung im Hooliganismus. […] Die Sportpolitik, die Kampfsportverbände auch die soziale Arbeit und die Zivilgesellschaft sind gefragt, sich mit dem Thema mehr und kritischer auseinander zu setzen.“

Robert Claus, Autor des Buchs „Hooligans - Eine Welt zwischen Fußball, Gewalt und Politik“

Im Rahmen dieser Veranstaltung erstellte die Partnerschaft für Demokratie einen 12-minütigen Film, der die Eindrücke und Gespräche des Abends anschaulich einfängt. Der Film richtet sich an die Stadt Chemnitz, an ihre Bürgerinnen und Bürger, an die Zivilgesellschaft, an die Verwaltung und die Polizeibehörden. Er ist für alle gemacht, die sich mit den Ereignissen im August 2018 in Chemnitz auseinandersetzen wollen und mehr über die Strukturen und Gruppierungen, die während der Ausschreitungen so massiv in Erscheinung traten, erfahren wollen. „Es ist wichtig, die breite Masse über die Vernetzung der Hooligans-Szene und der rechtsextremen Szene in Chemnitz zu informieren und klar Haltung dagegen zu beziehen.“ betont Kathrin Siegel, externe Fach- und Koordinierungsstelle der Partnerschaft für Demokratie Chemnitz.

„Beim Hooliganismus geht es nicht einfach nur um Fußball, sondern es geht ganz klar um Politik. Es geht darum, Räume zu besetzen, Meinungen zu besetzen und das Stadtbild mitzuprägen.“

Dr. Frank Asbrok, Professor an der TU Chemnitz und Podiumsdiskutant

„Kaotic Chemnitz hat Einfluss in die Zivilgesellschaft, in die Stadtgesellschaft hinein. Sie sind sehr gut vernetzt mit Rechtspopulisten und Rechtsextremisten in der Stadt und versuchen in der Stadt prägend zu wirken.“

Ines Vorsatz, Partnerschaft für Demokratie Chemnitz
(Anmerkung der Redaktion: Kaotic Chemnitz ist eine Ultra-Gruppe in der Fanszene des Chemnitzer FC)

Anlässlich der diesjährigen Demokratiekonferenz zeigte die Partnerschaft für Demokratie den Film erstmalig vor Publikum. Die demokratische Zivilgesellschaft hat sehr positiv auf den Film reagiert. Darüber hinaus ist der Film auch über dem eigenen YouTube-Kanal der Partnerschaft für Demokratie für die Öffentlichkeit verfügbar.