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Zusammenwachsen tut weh.

„Konflikte entstehen nicht, weil die Integration von Migranten und Minderheiten fehlschlägt, sondern weil sie zunehmend gelingt.“

 

Aladin El-Mafaalani nahm im Mai 2019 für ein Interview auf der Couch des Trägers ufuq.de Platz.

El-Mafaalani ist Politikwissenschaftler und Soziologe und hat sich im Bereich der Bildungs-, Migrations- und Stadtforschung verdient gemacht. Er wurde 2018 durch sein Buch „Das Integrations-Paradox: Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“ einem größeren Publikum bekannt.

Das Buch wurde viel diskutiert. El-Mafaalani vertritt darin die These, dass Deutschland ein Einwanderungsland und eine offene Gesellschaft sei, in der Integration bereits relativ gut gelinge. Die deutsche Gesellschaft wachse (durchaus schmerzhaft) zusammen, darum gebe es aktuell auch mehr Spannungen und Konflikte.

Aladin El-Mafaalani:

„Vor 30, 40 Jahren wusste man noch, was typisch Mann und typisch Frau ist, wie Deutsche aussehen und was typisch deutsche Namen sind. Man wusste, dass heterosexuell richtig ist und alles andere falsch. Die benachteiligten Gruppen haben das so akzeptiert. Heute reden wir darüber, ob es mehr als zwei Geschlechter gibt, ob Homosexualität etwas Gleichwertiges ist, ob der Islam zu Deutschland gehört, ob nicht alle möglichen Leute, egal wie sie aussehen oder heißen, Deutsche sein können.

Alle Normalitäten und Selbstverständlichkeiten die im vergangenen Jahrhundert galten, sind weg. Diese Grenzen sind verschoben. (…) Es waren zu viele Öffnungsprozesse auf einmal, überall in der westlichen Welt, und dazu gibt es eine Gegenbewegung, eine Schließung gegen die offene Gesellschaft.“


ufuq.de Couch Talk

ufuq.de etabliert auf seiner Webseite die neue Rubrik „Couch Talks“: kurze Videobeiträge, die in loser Reihenfolge auf ufuq.de und YouTube veröffentlicht werden. In dem neuen Format sollen Personen interviewt werden, die Relevantes zur wissenschaftlichen und pädagogischen Arbeit des Trägers beitragen.