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Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Kontaktdaten

Landratsamt Schmalkalden-Meiningen
Obertshäuser Platz 1
98617 Meiningen
Tel: 03693 485263

jenny.sander(at)lra-sm.thueringen.de

Fördergebiet

Landkreis Schmalkalden-Meinigen

Größe des Fördergebiets

1.210,14 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

125.227

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Antiziganismus
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Förderung der Willkommenskultur durch Auf- und Ausbau von Integrationsnetzwerken in den Städten Meiningen und Schmalkalden

Ziele und Handlungskonzept

Die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Schmalkalden-Meiningen baut auf den Ressourcen und Strategien des vergangenen Lokalen Aktionsplanes und des Begleitausschusses auf. Die inhaltlichen Schwerpunkte und Zielgruppen haben sich grundsätzlich bewährt. Schmalkalden-Meiningen ist ein Flächenkreis mit drei größeren Städten und vielen Kommunen mit dörflichem Charakter. Es haben sich ansatzweise bürgerschaftliche Strukturen, vorwiegend in den Städten, und ein breites Vereinsleben, vor allem in den Dörfern, entwickelt. Es gibt zahlreiche Sport-, Heimat-, Trachten- und Kulturvereine. Deshalb wird die Lokale Partnerschaft für Demokratie über konkrete inhaltliche Projekte hinaus, stärker an strukturellen Rahmen arbeiten, um "schlummernde Potentiale in der Fläche zu wecken". Dabei soll der erfolgversprechende Weg der brauchtumsorientierten Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut werden, da sich viele Bürger in den Dörfern damit identifizieren.

Im Rahmen der Ideenentwicklung für die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Schmalkalden-Meiningen wurde das Handlungskonzept des bestehenden Lokalen Aktionsplanes mit den Projektträgern, den Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern sowie weiteren interessierten Akteuren reflektiert. Dabei konnten gemeinsame Projekte und öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung entwickelt und umgesetzt werden. Die inhaltlichen und arbeitsteiligen Koproduktionen verschiedener Träger ermöglichten ansatzweise Synergie- und Nachhaltigkeitseffekte. Diese Strategie wird im Rahmen Lokale Partnerschaft für Demokratie weiter ausgebaut.

Der Wirkungskreis präventiver Strategie wie Demokratieerziehung/ Rechtsextremismusprävention von Kindertagungsstätten bis zur Berufsausbildung wird weiterentwickelt und neue Akteure, beispielsweise Träger der freien Jugendhilfe, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Schulfördervereine und Pädagoginnen und Pädagogen, einbezogen. Es gilt, das Konzept zur Motivierung zivilgesellschaftlicher Akteure weiter zu entwickeln, wichtige Meinungsbildner/deutungsmächtige Akteure auszumachen, zu sensibilisieren und zu qualifizieren und somit stärker in die "Mitte der Gesellschaft" zu wirken.

Jugendkulturelle Vielfalt wird in den kleinen Gemeinden entwickelt und verstetigt. Alternative Formate zur Partizipation Kinder und Jugendlicher werden initiiert, das Jugendparlament in Zella-Mehlis verstetigt und weitere Projekte in den Städten Meinigen und Schmalkalden umgesetzt. Dazu wird ein Jugendfonds gebildet und dessen Akteurinnen und Akteure in ihrem Empowerment gestärkt werden.