Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

Landkreis Saale-Orla-Kreis

Kontaktdaten

Landratsamt Saale-Orla-Kreis
Oschitzer Straße 4
07907 Schleiz
Tel: 03663 488960

sozialerdienst(at)lrasok.thueringen.de
http://www.saale-orla-kreis.de/sok/

Fördergebiet

Landkreis Saale-Orla-Kreis

Größe des Fördergebiets

1.148 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

83.654

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Antiziganismus
  • Homosexuellen- und Transfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft im Rahmen guter Nachbarschaftlichkeit

Ziele und Handlungskonzept

Mit dem Thüringen Monitor, einer jährlich stattfindenden empirischen Untersuchung zur Verbreitung rechtsextremer Einstellungen der Einwohnerinnen und Einwohner Thüringens, liegen Hinweise über die Ausprägung rechtsextremer Orientierungen vor, die auch auf den Saale-Orla-Kreis übertragen werden können. Demnach teilen rund 18 % der Bevölkerung ein gefestigtes rechtsextremes Weltbild.

Zu Beginn der 2000er Jahre avancierte die Stadt Pößneck zu einem Veranstaltungs- und Organisationsort der extremen Rechten. Bestimmte Orte und Stadtquartiere definierten sie als ihr Terrain. Andere Gruppen mieden diese Orte und beschrieben diese Räume als Angstzonen. Durch die integrierte Strategie des Lokalen Aktionsplans (LAP) der Stadt Pößneck und eine breite zivilgesellschaftliche Mobilisierung konnte die demokratische Gegenwehr gestärkt und eine (Re-)Demokratisierung des öffentlichen Raums erreicht werden.

Die Partnerschaft für Demokratie im Saale-Orla-Kreis knüpft an den erfolgreichen Vorerfahrungen des LAP an. Als Leitziel will sie im Landkreis die demokratische Kultur in der Region partizipativ weiter entwickeln. Bezogen auf die lokale Problemlage liegen die Schwerpunkte des Handlungskonzeptes in der Bearbeitung dieser strategischen Zielstellung. In besonderer Weise werden hierbei kommunale Handlungsbereiche, zum Beispiel in der Kinder- und Jugendhilfe und der Schulen als Orte sozialen Lernens, mit der kulturellen und politischen Bildungsarbeit verknüpft.

Die Entwicklung einer Kultur des Willkommens, der Unterstützung und des Hinschauens steht hierbei an zentraler Stelle. Insbesondere die Perspektive marginalisierter Gruppen und potenzieller Opfergruppen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) gilt es hierbei in den Mittelpunkt zu rücken. Spezifische Leitbildprozesse von Organisationen sollen zur Stärkung einer lebendigen, vielfältigen und demokratischen Zivilgesellschaft vor Ort beitragen.