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Landkreis Burgenlandkreis

Kontaktdaten

Kreisverwaltung Burgenlandkreis
Jugendamt
Schönburger Straße 41
06618 Naunburg
Tel.: 03445 731366

hilbig.lutz(at)blk.de
www.demokratie-leben-burgenlandkreis.de

Fördergebiet

Burgenlandkreis

Größe des Fördergebiets

1.414 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

186.081

Themenfelder

  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen

    Ziele und Handlungskonzept

    Der Burgenlandkreis ist stärker als viele andere Regionen von verfestigten rechtsextremen Strukturen geprägt. Vorurteile gegenüber verschiedensten Gruppen, Alltagsrassismus, Angriffe auf Asylsuchende und zunehmende Politikverdrossenheit bilden zusammen mit den demografischen und wirtschaftlichen Herausforderungen eine schwierige Gemengelage. Die Verbreitung demokratiefeindlicher, rechtspopulistischer Haltungen funktioniert zunehmend über soziale Medien, die insbesondere für Jugendliche eine wichtige Quelle der Meinungsbildung darstellen, zumal in ländlichen Räumen.

    Hauptanliegen der Partnerschaft für Demokratie ist es daher, möglichst viele Menschen in ihren jeweiligen Sozialräumen mit ihren Themen „abzuholen“. Der „Bärentatzenweg“ in Droyßig ist ein gutes Beispiel dafür. Eine vermeintlich unpolitische Idee – die touristisch attraktive Vermarktung der Droyßiger Geschichte – führte die gesamte Gemeinde in bürgerschaftlichem, basisdemokratischem Engagement zusammen, indem Jung und Alt, Alteingesessene und Neuankömmlinge, Schule, Künstlerinnen und Künstler sowie Verwaltung an einem gemeinsamen Ziel arbeiteten: Mit bronzenen Bärentatzen einen Weg zu kreieren, der vom Bahnhof zum Schloss führt und mit mehrsprachigen Audioguide-Stationen und einem ausführlichen Flyer versehen die Geschichte der Stadt erzählt.

    Gut sichtbar auf der Webseite der Partnerschaft für Demokratie sind Projektideen von Bürgerinnen und Bürgern platziert, die zum Weiterdenken anregen. Entsprechend divers sind die entstehenden Projekte und die beteiligten zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure, wobei sich vier Schwerpunkte herauskristallisiert haben: Politik, Sprache und Gesellschaft in Zeiten des Rechtsrucks, Umgang mit und historische Einordnung von Migration, Frauen in der Demokratie sowie aktionsbetonte Jugendangebote.  Allen Projekten ist gemeinsam, das sie dezentral in den ländlichen Raum hinein angelegt sind und Wert auf partizipative Umsetzung legen.

    Fester Bestandteil der Arbeit ist das Erstellen des Monitorberichts Rechtsextremismus im Burgenlandkreis, das von wechselnden Vereinen übernommen wird. Der Bericht zeichnet fortlaufend Aktivitäten der extremen Rechten, Erscheinungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Diskriminierungsfälle auf, analysiert sie und gibt Handlungsempfehlungen zu effektiver Gegenarbeit. Der Bericht erscheint jeweils im Folgejahr kostenfrei. Die Handlungsempfehlungen sind darüber hinaus Gegenstand von Workshopangeboten.