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Stadt Olbernhau und Umlandgemeinden

Kontaktdaten

Stadtverwaltung Olbernhau mit den Kommunen Pfaffroda, Pockau-Lengefeld, Seiffen, Deutschneudorf und Heidersdorf
Grünthalerstr. 28
09526 Olbernhau
Tel: 0373 6015103

hauptamt(at)stadtverwaltung-olbernhau.de

Fördergebiet

Stadt Olbernhau und Umlandgemeinden

Größe des Fördergebiets

267,03 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

29.212

Themenfelder

  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Ausprägungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

    Ziele und Handlungskonzept

    Olbernhau gehört zu einer strukturschwachen Region, die mit einem beschleunigten demografischen Wandel und anhaltender Abwanderung junger Menschen mit guten Bildungsabschlüssen konfrontiert ist. Olbernhau und die beteiligten Kommunen sind grenznahe Orte zu Tschechien, mit so genanntem kleinem Grenzverkehr. Dieser bringt Begleiterscheinungen mit sich, wie beispielsweise den Handel mit gefälschter Markenware. Rassistische Einstellungen gegen Bürgerinnen und Bürger des Nachbarlandes und Menschen mit Migrationshintergrund sind häufig zu finden.

    Bereits vor Beginn der Partnerschaft für Demokratie etablierten Olbernhau und die Partnerkommunen eine lokale integrierte Strategie, die im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie seit 2015 weiterentwickelt wird. Es werden viele Projektideen gegen Rechtsextremismus umgesetzt und damit der demokratische Alltag belebt. Neue Beteiligungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen werden geschaffen, das Bewusstsein für kooperative Arbeit wird ausgebaut und gestärkt. An der Arbeit beteiligen sich viele Träger mit hohem Engagement, so dass mittlerweile eine aktive Basis für die Umsetzung beteiligungsorientierter Prozesse vorhanden ist.

    Leitziel der Partnerschaft für Demokratie Olbernhau ist: Demokratische Kultur, Toleranz und Vielfalt sollen das Zusammenleben prägen. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Prävention und Willkommenskultur. Im Rahmen der Gemeinwesenarbeit wird der Austausch unter den Einwohnerinnen und Einwohnern und mit den tschechischen Nachbarinnen und Nachbarn gefördert.

    Die Jugendbeteiligung im ländlichen Raum gestaltet sich schwierig. Daher gibt es einen besonderen Fokus auf Kooperationen mit Bildungseinrichtungen, deren Fördervereinen sowie Horteinrichtungen im Rahmen von Schülerhaushalten: Die Schülerinnen und Schüler bekommen jedes Jahr einen bestimmten Betrag von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Diese Schülerhaushalte werden seit 2016 in allen Einrichtungen des Fördergebietes umgesetzt und machen demokratische Prozesse für Schülerinnen und Schüler erlebbar. Diese gestalten die Prozesse eigenständig und begleitet durch Schülerräte, setzen sich ein gemeinsames Ziel. Am Ende steht eine demokratisch herbeigeführte Entscheidung, die der Schülerschaft zugutekommt.

    Die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft ist dem Kompetenzzentrum für Gemeinwesenarbeit Erzgebirge zugewiesen, da hier Erfahrungen in der Umsetzung von Bundesprogrammen vorliegen. Der Begleitausschuss ist mehrheitlich zivilgesellschaftlich und durch Mitstreiterinnen und Mitstreiter der teilnehmenden Kommunen besetzt.