Zum Inhalt springen Zum Hauptmenü springen Zum Servicemenü springen

Landeshauptstadt Dresden

Kontaktdaten

Landeshauptstadt Dresden
Dr.-Külz-Ring 19
01067 Dresden
Tel: 0351 4882134
lhp-toleranz(at)dresden.de
www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/demokratie-respekt/Handlungsprogramm_fuer_Toleranz.php

Fördergebiet

Landeshauptstadt Dresden

Größe des Fördergebiets

328,31 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

541.030

Themenfelder

  • Aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Antiziganismus
  • Homosexuellen- und Transfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen

    Ziele und Handlungskonzept

    Die Landeshauptstadt Dresden ist von fremdenfeindlich, rassistisch und rechtsextrem motivierten Straf- und Gewalttaten betroffen. In der Stadt besteht eine Skepsis gegenüber politischen Repräsentantinnen und Repräsentanten, Parteien und Behörden. Die Akzeptanz von diskriminierenden, menschenverachtenden Positionen nimmt zu. Aufmärsche des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses, das demokratie- und menschenrechtsfeindliche sowie nationalistische Haltungen artikuliert, finden regelmäßig statt.

    Die Partnerschaft für Demokratie Landeshauptstadt Dresden möchte mit ihrer Arbeit das demokratische Gemeinwesen stärken. Dafür fördert sie die aktive Teilhabe aller Einwohnerinnen und Einwohner und den wechselseitigen Respekt in einer gelebten, fairen Dialogkultur. Insbesondere der Dialog zwischen der Politik, der Stadt und den Bürgerinnen und Bürgern soll gefördert werden, um eine weitere Aufspaltung der Stadtgesellschaft einzudämmen. Weitere Ziele der Partnerschaft für Demokratie sind der Abbau von Erscheinungsformen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (z. B. Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus) und der Abbau von Extremismus. Außerdem möchte sie den interkulturellen sowie interreligiösen Austausch fördern und zivilgesellschaftliche Gruppierungen untereinander besser vernetzen.

    Hierfür werden verschiedene zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure sowie Träger aus den Bereichen Migrations- und Integrationsarbeit, Willkommenskultur, Nachbarschafts- und Stadtteilarbeit, politische und historisch-politische Bildung, Kulturarbeit und auch Opferhilfe, Wissenschaft sowie Sicherheitsbehörden eingebunden. Die Partnerschaft für Demokratie kooperiert mit Migrantenselbstorganisationen sowie Einrichtungen, die diese unterstützen, wie z. B. House of Resources.
    Durch die Arbeit der Partnerschaft für Demokratie Landeshauptstadt Dresden sind Arbeitskreise von Verwaltung und Zivilgesellschaft entstanden, z. B. zur Vorbereitung der Internationalen Wochen gegen Rassismus oder zur Organisation der jährlichen Gedenkveranstaltung am 13. Februar, dem Tag der Bombardierung Dresdens im 2. Weltkrieg.

    Weitere praktische Beispiele der Partnerschaft für Demokratie sind die Beteiligung am Dresdner Bürgerforum 2017, die Etablierung und jährliche Vergabe eines „Dresdner Integrationspreises“ und der Beitritt zur UNESCO-Städtekoalition gegen Rassismus im Jahr 2016. Die Konzeption und regelmäßige Umsetzung der „Dresden Lounge“ als Dialogformat speziell für Jugendliche unter Nutzung neuer Medien (z. B. Facebook-Livestream) stellt ein zusätzliches bedeutendes Projekt der Partnerschaft für Demokratie dar. Die Jugendlichen befinden sich im direkten Dialog mit dem Oberbürgermeister und tauschen sich zu jugendspezifischen, gesellschaftlich relevanten Fragen aus.