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Aue, Schneeberg, Bad Schlema, Lößnitz

Kontaktdaten

Große Kreisstadt Aue sowie Schneeberg, Lößnitz, Bad Schlema
Goethestraße 5
08280 Aue
Tel: 03771 281 157
ute.schulz(at)aue.de
http://www.aue.de/aue

Fördergebiet

Aue, Schneeberg, Bad Schlema, Lößnitz

Größe des Fördergebiets

90,36 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

44.892

Themenfelder

  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Ausprägungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

    Ziele und Handlungskonzept

    Die Partnerschaft für Demokratie Aue, Schneeberg, Bad Schlema und Lößnitz vereint alle relevanten lokale Träger der Jugendhilfe und der Sozialen Arbeit mit Schulfördervereinen, einem Sportclub und diversen Netzwerken der Zivilgesellschaft. Die dadurch möglichen Synergien in Strukturen, Ideenfindung und Wissen kommen insbesondere der Gemeinwesenarbeit zugute. Folgende Themenkomplexe stehen dabei im Vordergrund: kommunale Begegnungsmöglichkeiten, Bekämpfung von Politikverdrossenheit durch Beteiligung und Bildung, vielfaltsorientierter Umgang mit Migration und deren Herausforderungen, Eindämmung rechtsextremer Einstellungen.

    Die Partnerschaft für Demokratie hat sich zum Ziel gesetzt, durch regelmäßige Projekte die Aufmerksamkeit und den Gestaltungswillen insbesondere von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu wecken. Sie legt daher großen Wert auf zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit. Innovative Veranstaltungsformate greifen mal niedrigschwellig, mal anspruchsvoll aktuelle Themen auf und kombinieren dabei Beteiligungsmöglichkeiten mit Lernangeboten.

    Als wiederkehrende Leuchtturmprojekte kommunaler Begegnungsmöglichkeiten sind der Familienaktionstag, der Internationale Tafeltag und das Internationale Jugendcamp mittlerweile gut etabliert. Die Jugendforen und -stammtische entwickeln darüber hinaus ständig neue Ideen und greifen dabei häufig auf Open-Space-Methoden und Befragungen verschiedenster, potenziell interessierter Personenkreise zurück. Daraus sind zum Beispiel die Begegnungsstätte „Auer Brücke“ und das Theaterprojekt zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ entstanden, außerdem eine öffentliche Aufräumaktion, ein Musikprojekt mit Video, CD und Auftritten, die Aktion Bolzplatzbeschilderung und noch viele mehr. Es zeigt sich, dass der aktionsbetonte Ansatz und die Konzeption nicht für, sondern mit Jugendlichen und jungen Menschen unabhängig von Herkunft und Orientierung ihnen direkt verdeutlichen, wieviel Gestaltungsmöglichkeit sie bereits in ihrer unmittelbaren Umgebung haben. Treffen und Diskussionen mit Lokalpolitikerinnen und –politikern, Fahrten in den Landtag und in ehemalige Konzentrationslager lassen sie die große Reichweite auch von kleinen politischen Entscheidungen verstehen.

    Die Themenabende „Hilfe, mein Nachbar ist ein Ausländer!“ gehen mit Vorträgen und Diskussionsrunden auf religiöse Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Christentum und Islam ein und helfen so zu einem besseren gegenseitigem Verständnis. Auch die Alltags- und Sprachpatenschaften sind aus Ideen zum Umgang mit den Herausforderungen der Migration entstanden. Sie sind ein praxiserprobtes Mittel, der rechtspopulistischen Vereinnahmung dieses Themas entgegenzuwirken. Wer sich darüber hinaus auch inhaltlich und psychologisch gegen Rechtsextremismus wappnen möchte, kann auf Argumentations- und Anti-Gewalt-Trainings zurückgreifen.