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Kreisstadt Homburg

Kontaktdaten

Stadtverwaltung Homburg - Kinder- und Jugendbüro
Am Forum 5
66424 Homburg
Tel: 06841 101113
sandra.schatzmann(at)homburg.de
www.homburg.de/index.php/stadtprofil/familie-und-soziales/jugend/demokratie-leben

Fördergebiet

Kreisstadt Homburg

Größe des Fördergebiets

82,6 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

43.080

Themenfelder

  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Präventionsarbeit im Bereich Kinder- und Jugendarbeit
  • Weiterentwicklung einer Willkommenskultur im Landkreis

    Ziele und Handlungskonzept

    Die Stadt Homburg hat vielfältige Herausforderungen zu bearbeiten:
    Seit einigen Jahren finden in der Innenstadt immer wieder Aufmärsche einer rechtsextremen Gruppierung aus Zweibrücken statt. In Erbach, dem größten Homburger Stadtteil, leben besonders viele Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen. Außerdem reichen die sozialen Lagen von bürgerlichen Quartieren bis zu mehreren sozialen Brennpunkten, was dort einen stärkeren Unterstützungsbedarf erfordert.

    Mit Hilfe der Förderung durch das Bundesprogramm sollen die bisherigen Aktivitäten der Stadt verknüpft und gleichzeitig neue Akzente gesetzt werden. In Homburg gibt es seit Jahren regelmäßige Veranstaltungen zur Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit dem unmenschlichen Handeln in der Zeit des Nationalsozialismus. In den letzten Jahren rückte zusätzlich die Beschäftigung mit rechtsextremistischen Haltungen, rassistischen Ansichten und Alltagsrassismus in den Fokus.

    Es gilt, die aufgezeigten Themen weiter in die Öffentlichkeit zu tragen und noch mehr Partner zu finden, die an unseren Ideen partizipieren und diese gemeinsam weiterentwickeln wollen. So wurde bereits 2013 das Aktionsbündnis „Homburg – Vielfältig statt einfältig“ gegründet, in welchem sich zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure gemeinsam für ein buntes Homburg einsetzen. Dieses Bündnis kann einen wichtigen Anteil am Gelingen der Partnerschaft übernehmen.

    Eine weitere große Herausforderung bedeutet die aktuelle Entwicklung der Zuweisungen von Flüchtlingen in unsere Kommune. Bis Juni 2015 wurden mehr als 250 Personen aus der Erstaufnahmestelle Lebach an uns überstellt. Hinzu kommen nachziehende Familienangehörige und die Menschen, die berechtigt sind, sich aus der Erstaufnahmestelle heraus selbst Wohnungen anzumieten. Die meisten ziehen gerne in den Stadtteil Erbach, was die soziale Lage dort weiter verschärfen kann. Deswegen gilt es, die aktuell vorhandene positive Stimmung der ansässigen Menschen im Sinne einer dauerhaften Willkommenskultur zu festigen.

    Die von uns gesetzten Schwerpunkte sind daher

    • Gegenstrategien im Umgang mit rechtsextremen Orientierungen und Handlungen,
    • der Blick für Diversity und Vielfalt im Sinne einer Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens
    • Wirken gegen Islam-/Muslimfeindlichkeit.

    Ziel ist es, möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern und einer großen Bandbreite von zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteurinnen und Akteuren die Beteiligung an der Entwicklung und Ausgestaltung der Partnerschaft für Demokratie zu ermöglichen. Dabei sollen die Demokratiekonferenzen genauso genutzt werden, wie bewährte Methoden der Öffentlichkeitsarbeit und neue Soziale Medien, um besonders Jugendliche mit dem Jugendforum zu erreichen, das in Vorbereitung ist.