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Kreis Herzogtum Lauenburg

Fördergebiet

Kreis Herzogtum Lauenburg

Größe des Fördergebiets

1.263,01 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

187.137

Themenfelder

  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen

    Ziele und Handlungskonzept

    Im Kreis Herzogtum Lauenburg treten Rechtsextreme immer wieder mit eindeutigen Aktivitäten in Erscheinung, z. B. mit Rechts-Rock-Konzerten, rechten Schmierereien an öffentlichen Einrichtungen und gegen deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit Klebeaktionen und in sozialen Medien. Anwohnerinnen und Anwohner fühlen sich durch private Treffen und Feste von Rechtsextremistinnen und -extremisten eingeschüchtert. Die rechtsextreme Szene wird aus dem Umland genährt, d. h. aus Mecklenburg-Vorpommern, Stormarn, Lübeck und den Hamburger Randlagen.

    Die Partnerschaft für Demokratie im Kreis Herzogtum Lauenburg hat sich die Jugendarbeit als Schwerpunkt gesetzt. Vor allem Jugendliche oder Menschen, die mit Jugendlichen arbeiten, sind die Zielgruppen der Umsetzung. Sie spielen z. B. im Begleitausschuss eine bedeutende Rolle. Projekte, die Kinder früh an „Fremdes“ heranführen, und gemeinsame Aktivitäten, die die Vielfältigkeit von Menschen berücksichtigen, sollen gefördert werden. Durch Schulungen und Qualifizierungsmaßnahmen sollen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gegenüber rechtsextremen Tendenzen noch stärker sensibilisiert werden.

    Im Begleitausschuss arbeiten beispielsweise mit: der Ring politischer Jugend, das Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow, Streetwork Kreis Herzogtum Lauenburg und die Türkisch-Islamische Gemeinde zu Mölln e. V. Weitere Akteure im Netzwerk sind der Verein Miteinander leben e. V., die Alevitische Gemeinde Geesthacht und Umgebung e. V., Örtliche Kinder- und Jugendbeiräte sowie Mobile Beratungsteams gegen Rechts.

    2016 ist die kreisweite Demokratiekampagne „Demokrat*innen bei der Arbeit“ gestartet. Sie will das vielfältige demokratische Engagement in der Gesellschaft sichtbar machen. Außerdem arbeiten drei Partnerschaften für Demokratie des Kreises sowie der Region in Regionalkonferenzen Rechtsextremismus zusammen: Nord-West-Mecklenburg, Stormarn, Boizenburg/Lübtheen.

    Beispiele für die praktische Projektarbeit sind:

    • „Wenn du mich fragst…“: ein Planspiel mit Workshop, bei dem 60 Jugendliche interaktiv kommunalpolitische Prozesse kennenlernen und Ansätze für mehr Beteiligung im Kreis erarbeiten
    • Fit für Mitbestimmung: ein Qualifizierungsangebot für Schülerinnen- und Schülervertretungen für mehr Demokratie an Schulen
    • Politik in Leichter Sprache: Seminare, Podcasts und Erklärfilme zum demokratischen System und insbesondere zu Wahlen
    • Toleranztraining „Keine Chance für Diskriminierung, Mobbing, Rassismus & Co.“.