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Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen

Kontaktdaten

Verbandsgemeindeverwaltung Höhr-Grenzhausen
Rathausstraße 48
56203 Höhr-Grenzhausen
Tel: 026241040

poststelle(at)hoehr-grenzhausen.de
http://demokratie-leben.hoehr-grenzhausen.de/

Fördergebiet

Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen

Größe des Fördergebiets

35,89 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

14.075

Themenfelder

  • aktuelle Formen des Antisemitismus
  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Antiziganismus
  • Homosexuellen- und Transfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen
  • Linke Militanz

    Ziele und Handlungskonzept

    Die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen liegt in einer Region des Westerwalds, in der ländlicher Raum auf alte und neue Industrien trifft. Die Bevölkerungsstruktur hat sich durch Ansiedlungsschübe immer wieder merklich geändert. So gibt es z.B. überdurchschnittlich starke türkeistämmige und russlanddeutsche Spätaussiedler-Communities. Insbesondere im Laufe der Jahre 2015 und 2016 kam eine vergleichsweise große Anzahl Geflüchteter aus zehn und mehr Staaten hinzu.

    Die Partnerschaft für Demokratie Höhr-Grenzhausen stellt sich der Herausforderung, einerseits Communities mit unterschiedlichsten Lebenswelten miteinander in Einklang zu bringen und andererseits rechtsextremen Tendenzen, Alltagsrassismus und religiös begründeten Radikalisierungen entgegenzutreten. Auch muss sich die Stadt mit dem rasanten Innenstadtwandel, der den ehemals starken, inhaberbetriebenen Einzelhandel dezimiert hat, auseinandersetzen. Zunehmend werden gerade hierfür demokratische Beteiligungsmöglichkeiten bei der Ausarbeitung neuer Konzepte genutzt – und damit die Chance, alle Bevölkerungsgruppen für gemeinsame Ziele zu begeistern und quasi nebenbei gegenseitige Vorurteile abzubauen.

    Gelungen ist dies mit dem „Café Welcome“: Das Café fand allgemeinen Anklang und half von Anfang an, ungezwungene Begegnungen und gegenseitige Unterstützung zur Normalität für Alteingesessene und Neuankömmlinge zu machen. Es beförderte außerdem die Verknüpfung und Mobilisierung bewährter und neuer zivilgesellschaftlicher Träger, was angesichts vorranging ehrenamtlicher Strukturen besonders hervorzuheben ist.

    Einem weiteren Ziel – Kompetenzstärkung und Gewinnung öffentlicher Unterstützung – widmet die Partnerschaft für Demokratie Vorträge und Workshops, insbesondere zu den Themen Rechtsextremismus und vorgeblich religiös motivierter Radikalisierung. „Deutschland vor der Wahl“ hieß im Jahr 2017 eine populärwissenschaftlich angelegte Veranstaltungsreihe, die Bürgerinnen und Bürger ermutigte, ihr Wissen und ihre Fragen miteinander zu teilen, um sich gut informiert an die Wahlurnen zu begeben zu können.

    Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der künstlerischen Auseinandersetzung mit brennenden Themen unserer Zeit. Theateraufführungen, Musik und Ausstellungen werden in den Ort geholt. Sie schaffen es durch mal humorvolle, mal tiefgründige, immer jedoch durch überraschende Herangehensweisen, große und kleine Besucherinnen und Besucher ihren Gedanken und Gefühlen zu Heimat, Religion, Krieg und Flucht nachspüren zu lassen. 2018 entwickelte eine zehnköpfige Laienspielgruppe das Stück „Alles Heimat oder was“ und zeigte darin, dass von A wie Asylbewerberin bis Z wie Zicke alle eine ganz bestimmte Vorstellung von Heimat haben und dass Heimat erst in der Verflechtung vieler Ideen zu dem einzigartigen und geliebten Ort wird, der ihn von allen anderen abhebt.