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Stadt Remagen

Kontaktdaten

Stadtverwaltung Remagen
Bachstraße 2
53424 Remagen
Tel: 026422010
stadtverwaltung(at)remagen.de
http://www.stadt-remagen.de/Rathaus_Buergerservice/Lokaler-Aktionsplan/

Fördergebiet

Stadt Remagen

Größe des Fördergebiets

33 km²

Einwohnerzahl des Fördergebiets

17.292

Themenfelder

  • Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum
  • Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen
  • Islamistische Orientierungen und Handlungen
  • Toleranzerziehung, Integration und Migration

    Ziele und Handlungskonzept

    Remagen ist zentraler Aktionsort für eine überregional organisierte rechtsextremistische Gruppierung, die bis 2012 ihre Hauptstruktur im „Aktionsbüro Mittelrhein“ fand. Die Aktivitäten beziehen sich auf historisch bedeutsame Orte wie die „Remagener Brücke“ und das ehemalige Kriegsgefangenenlager „Goldene Meile“. Diese Plätze werden zum Zweck rechtsextremen Gedenkens seit 2005 wieder verstärkt instrumentalisiert und mittels jährlicher Aufmärsche zur Verbreitung rechtsradikaler Ideologie genutzt.

    Das „Bündnis für Frieden und Demokratie Remagen“ organisierte Gegenveranstaltungen, die anfangs keinen großen Zulauf aus der Remagener Bevölkerung erhielten. Der Großteil der Bevölkerung war der Meinung, dass hierdurch die Rechtsextremisten aufgewertet würden. Mit Beginn der Partnerschaft für Demokratie Stadt Remagen 2015 konnte in den letzten Jahren im Rahmen des Lokalen Aktionsplans dieses Denken aufgebrochen werden.

    Mit dem „Tag der Demokratie“ findet einmal im Jahr eine Gegenveranstaltung zu den rechtsextremen Aufmärschen statt. Er vereint verschiedene Protestformen, wie beispielsweise einen „Spendenlauf Rechts gegen Rechts“, einen „Friedenslauf“, die Verhüllung der Kapelle, Infomeile oder verschiedene Konzerte. Der „Tag der Demokratie“ hat sich erfolgreich weiterentwickelt und auf Orte in der Umgebung vergrößert.

    Ziel der Stadt Remagen innerhalb der Partnerschaft für Demokratie ist der Aufbau von nachhaltigen Beteiligungsstrukturen für Migrantinnen und Migranten und für Jugendliche. So wurde 2017 ein Jugendbeirat installiert. Im Fokus steht dabei immer ein toleranter Umgang zwischen lokalen Akteurinnen und Akteuren, wie beispielsweise im Begleitausschuss und Arbeitsgruppen. Auch das Thema Asyl ist aufgrund der wachsenden Zugangszahlen in den Mittelpunkt gerückt. Neben einer thematischen Aufarbeitung dieses Themas unter anderem auch beim „Tag der Demokratie“ wurde ein Arbeitskreis Asyl gegründet, um Strukturen für Integration zu schaffen.